Federico Garcia Lorca – Ein Kind Granadas
In der Geschichte finden sich selten derart erfolgreiche Literaten, die eine ähnlich starke Verbundenheit zu ihrer Heimat gehegt haben, wie es der Spanier Federico Garcia Lorca Zeit seines viel zu früh beendeten Lebens tat. Geboren im kleinen andalusischen Fuente Vaqueros in Granada ahnte anfangs niemand, welch großes literarisches Talent in einem ihrer Söhne schlummerte. Schließlich sollte sich Lorca zu einem der größten spanischen Autoren des 20. Jahrhunderts mausern, den es weit hinaus in die Welt zog und der schließlich seinen Platz dort fand, wo er einst herkam. Lorca machte sich einen Namen mit surrealistischer, durch seine regional geprägten Eindrücke ländlicher Literatur. Später machte er sich auch durch herausragende Theaterstücke einen Namen, weshalb wir heute einem Mann gedenken, der vor 75 Jahren während des Spanischen Bürgerkrieges aus dem Leben gerissen wurde.
Eines seiner größten Werke ist „Bernarda Albas Haus“, welches zusammen mit „Yerma“ und „Bluthochzeit“ eine Theatertrilogie bildet, die sich mit der Frauenunterdrückung im Spanien der 1930er auseinandersetzt. Interessant ist vor allem, dass im gesamten Werk nicht ein einziger Mann vorkommt. Hauptheldin Bernarda Alba führt eine Art Tyrannei in ihrem Haus, in dem neben ihren fünf Töchtern auch ihre Mutter und zwei Mägde leben.
Anlässlich seines 75. Todestages ist in diesem August auch eine Federico Garcia Lorca-Biografie herausgebracht worden. Autorin Karen Genschow zeigt einen facettenreichen Autor, der Musiker, Theaterautor, Lyriker und Dramatiker in einem war und nicht zuletzt wegen seiner gesellschaftskritischen Werke in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde.
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