Facebooks Open Graph

Facebooks Open-GraphDas Open-Graph-Protokoll soll das Internet sozialisieren, andere sprechen von revolutionieren. Ich befürchte eher, es wird bald darauf eine Revolution und Aufstände geben. Der Plan von Facebook ist es fortan, Fremdseiten mit einzubeziehen und Daten von Facebook-Usern mit diesen Seiten zu teilen.

Wie kann man sich das konkret vorstellen? Wenn z.B. mehrere Deiner Freunde ein bestimmtes Restaurant besucht haben und es ihnen gefällt, so gibt es den „gefällt mir“-Button auch auf der Seite des Restaurants und ab drei positiven Stimmen wird es dann angezeigt. Das können aber auch Filme, Artikel oder Musik im Internet sein. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig.

Diese Omnipräsenz hat natürlich auch ihre Schattenseiten. So werden eure Daten an Seiten weitergereicht und selbst wenn ihr Facebook nicht nutzt, weiß die Seite über eure „Machenschaften“ Bescheid. Der gläserne Mensch wird also greifbarer. Zudem hat Facebook seine ganz eigenen Vorstellungen von Privatsphäre und deklariert kurzerhand mal eben Interessen, Wohnort, Ausbildung und Arbeitgeber als öffentlich zugänglich um.

Wer nicht möchte, dass einzelne Seiten die Daten mit Facebook abgleichen, muss für jede Seite extra die Privatsphäreeinstellungen ändern. Das ist nicht nur umständlich, sondern gehört auch sicher zum Kalkül von Facebook. Viele Menschen scheren sich nicht darum oder finden es zu aufwendig die Einstellungen zu ändern, womit Facebook Tür und Tor offen stehen.

Es bleibt also festzuhalten, dass Open Graph sicher einige nützliche Funktionen bietet, jedoch am meisten Facebook selbst dient und wieder einmal auf den Datenschutz pfeift.


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