Vom Mentalen her quasi Weltmeister von Horst Evers – Unser Buchtipp

Evers - Vom Mentalen her quasi WeltmeisterSchon jetzt freuen sich viele Menschen auf dem Erdball auf das bevorstehende Großereignis, das von Juni bis Juli am Zuckerhut stattfinden und die ganze Welt elektrisieren wird. So eine Fußball-Weltmeisterschaft verleitet selbst diejenigen, Freude zu entwickeln, die sich ansonsten stets fragen, warum 22 Menschen einem runden Leder hinterherrennen und das Millionen begeistert. Die Festspiele in Brasilien kommen immer näher und umso häufiger landen Deutschlandfahnen, Schwarz-Rot-Gold-Schminke und das begehrte Nationaljersey an den Einkaufskassen. Horst Evers, bis dahin eher für seine spitzen Anekdoten als für fußballerisches Fachwissen bekannt, freut sich auch auf die WM. Vor allem aber interessieren ihn die einzelnen Länder und ihre Kulturen, denen er in „Vom Mentalen her quasi Weltmeister“ 160 unterhaltsame Seiten gewidmet hat.

Vom Mentalen her quasi Weltmeister – Philosophisch geprägte Festspiele

Horst Evers ist ein Autor, der derzeit vielen ein Begriff ist, eben weil er in Werken wie „Wäre ich du, würde ich mich lieben“ einen ganz eigenwilligen Stil präsentiert, der zudem den Leser bei Laune hält. Philosophische Ansichten in Reinausprägung kennzeichnen seine Schriften und nichts anderes beweist er auch in „Vom Mentalen her quasi Weltmeister“. Der Sieger des Deutschen Kabarettpreises stellt uns die einzelnen Teilnehmer vor und streift auch die Staaten, die gar nicht qualifiziert sind. Dänen und Schweden beispielsweise fahren ganz gerne nach Mitteleuropa, um sich dort zu betrinken. Da der Alkohol in Skandinavien so teuer ist, gelten diejenigen, die regelmäßig im Vollrausch sind, als vermögend. Das wiederum verleiht ihnen großes Ansehen, was schon ein wenig paradox erscheint.

Vom Mentalen her quasi Weltmeister – Vorsicht vor dem Trojanischen Pferd

Es wird noch amüsanter, denn Evers verweilt bei „Vom Mentalen her quasi Weltmeister“ keinesfalls in der Gegenwart, sondern unternimmt auch den einen oder anderen historischen Streifzug. Vorneweg marschieren da die Griechen, die einst die hellsten Köpfe der Erde in ihren Reihen hatten und momentan als primäre Gefährdung des europäischen Finanzwesens gelten. Gegnern empfiehlt Evers für den Fall, dass an der Mittellinie ein hölzernes Pferd auftaucht, dieses möglichst nicht in den eigenen Strafraum einziehen zu lassen. Wer weiß schon, welche ungebetenen Gäste sich darin verstecken. Besonders amüsant wirkt auch die Darstellung des Gastgebers, so macht der Autor keinen Hehl darum, welch lehrreiche Erkenntnisse er den Zitaten des großen Ailton entnimmt. Dieser bewies in „Ailton gut, guter Tag, Ailton nicht gut, morgen neuer Tag“, dass es für hochwertige Philosophie keine Verben bedarf.

 


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