Everest – Unser Filmtipp

Everest8.848 Meter ist der Mount Everest hoch. Das macht ihn zum höchsten Berg der Welt. Klar, dass da eine Menge Faszination von diesem mächtigen Gebilde ausgeht. Jeder Bergsteiger möchte ihn erklimmen und obwohl der Mount Everest nicht einmal der komplizierteste Berg ist, sind bisher schon mehr als 200 Kletterer beim Versuch ihn zu bändigen gestorben. Allein acht in zwei Tagen des Mais 1996. Genau um diese verheerenden Stunden dreht sich Baltasar Kormakus´ Bergsteiger-Drama „Everest“. Mit viel Herzblut thematisiert er den Zweikampf von Mensch und Natur sowie den unbedingten Willen des Ersteren Zweitgenanntes zu besiegen.

65.000 US Dollar für den Aufstieg auf den „Everest“

Rob Hall (Jason Clarke) hat schon so manchen Berg bezwungen. Der Neuseeländer ist führendes Köpfchen bei Adventure Consultans, einer kommerziellen Firma, die Abenteuerlustige für das Kleingeld von 65.000 US-Dollar auf den Mount Everest bringen will. Ende März 1996 startet er gemeinsam mit seinen Bergführern Andy Harris (Martin Henderson) und Mike Groom (Thomas M. Wright), heimischen Sherpas sowie acht Kunden einen Trip auf das Dach der Welt. Bis zum 10. Mai haben sie große Höhen zurückgelegt und sich auf 7.900 Meter hochgearbeitet. Hier wollen sie den Gipfel des „Everest“ über die Südroute anvisieren. Weil auf dem Berg viel los ist, und man Staus an engen Passagen aus dem Weg gehen möchte, tut man sich mit einer anderen Gruppe zusammen. Gemeinsam mit dem Mountain-Madness-Team von Scott Fischer (Jake Gyllenhaal) soll der Gipfelsturm beginnen, doch die Expedition gerät vollkommen aus dem Ruder.

Clarke, Gyllenhaal und Brolin überzeigen in „Everest“

Mitte der 90er-Jahre entwickelte es sich zum Trend, als Hobby-Kletterer Summen um die 50.000 Dollar hinzublättern, um unter Anleitung den Mount Everest zu erklimmen. Die Saison 1996 geriet letztlich aufgrund von mehreren Umständen außer Kontrolle – Wetterumschwung, unerfahrene Kletterer, falsche Entscheidungen und großes Pech. Eines der Mitglieder der besagten Expedition war der Journalist Jon Krakauer, der mit seinem Augenzeugen-Bestseller „In eisige Höhen“ letztlich die Vorlage für „Everest“ lieferte. Er schildet die Ereignisse demnach mit sehr großer Authentizität. „Everest“ ist auch deshalb sehr sehenswert. Zudem sind die Leistungen der drei Schauspieler des zweistündigen Dramas überragend. Hauptdarsteller Jason Clarke, der charakterliche Gegenentwurf Jake Gyllenhaal („Nightcrawler“) und auch Josh Brolin, der einen kletternden Arzt mit großen Träumen spielt, sorgen für großartige Manpower. In Kombination mit hochwertiger 3D-Optik wird „Everest“ zu einem eindrucksvollen Actionspektakel, das nicht nur Kletterfans ins Kino ziehen wird.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter