Eventtipp: 100. Tour de France

Tour de FranceMittlerweile hat der Radsport so manche Negativ-Schlagzeile über sich ergehen lassen müssen. Nicht zuletzt das Dopingeingeständnis von Jan Ullrich befleckte die einst so weiße Weste mit einem weiteren dunklen Fleck. Eigentlich brachte bereits die Überführung von Seriensieger Lance Armstrong das Fass zum Überlaufen. Radrennen sind beileibe kein sauberer Sport mehr, zu viele schwarze Schafe verhindern einen fairen Wettkampf. Mal sehen, wie viele der Akteure in diesem Jahr während des größten aller Rennen, der Tour de France, an der Dopingkontrolle und nicht an den Pyrenäen scheitern. Gehen wir mal davon aus, dass die nunmehr 100. Auflage, die am morgigen Samstag beginnt, trotz allem Übel zu einem unglaublichen Sportevent avanciert.

Eine Tradition, die ihr einhundertjähriges Jubiläum feiert

Seit 1903 bereits zieht die Frankreich-Rundfahrt Sportfans in ihren Bann. In den Jahren 1915-18 bzw. 1940-46 fiel die Veranstaltung aufgrund bekannter kriegerischer Auseinandersetzungen aus. So erfolgt bei der Tour de France 2013 der 100. Jahrestag. Wenngleich der Sport in den letzten Jahren aufgrund der wachsenden Möglichkeiten der Leistungsbereicherung nicht immer sauber lief, steht Radfahren doch weiterhin für immense Energieleistungen. Diese müssen die Fahrer während der 21 Etappen, die in diesem Jahr anstehen, auch wahrlich aufbringen. Zwischen dem Beginn in Porto-Vecchio und der finalen Einfahrt in Paris liegen Einzel- und Teamzeitfahren sowie manch schweißtreibende Bergetappe. Statt des gewohnten Prologs, mit dem die Tour in der Regel eröffnet wurde, starten die Fahrer der 22 Teams dieses Jahr mit einer Flachetappe. Erstmals seit 2003 bleibt jede Etappe in d. en Grenzen Frankreichs.

Auf den Spuren von Merckx, Indurain und Co.

Nachdem Lance Armstrong, der die Tour siebenmal gewinnen konnte, seine Titel abgesprochen wurden, sind es wieder die Namen Merckx, Indurain, Hinault und Anquetil, die als Rekordsieger in den Annalen stehen. An ihre fünf Erfolge wird so schnell niemand herankommen. Traditionell werden die Vorjahressieger als große Favoriten für den Gesamtsieg benannt. Vermutlich wird also Cadel Evans, Chris Froome, Andy Schleck oder Alberto Contador mit dem gelben Trikot in die Schlussetappe ziehen, bei der man grundsätzlich nicht mehr attackiert. Bis zum Finale aber freuen wir uns auf die Elemente, die jede Tour de France so atemberaubend machen – die Ausreißversuche, die bis zum Ende Kämpfenden, wenn es in die Berge geht und natürlich die legendären Zielsprints.


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