Erinnerungen an Wembley

Eines vorweg:“Der Ball war eindeutig drin“. Wenn man sich als fairer Sportsmann erweisen will, muss man zugeben, dass der britischen Elf am Sonntag der zwischenzeitliche Ausgleich aberkannt wurde. Ohnehin sei es Irrsinn dies zu leugnen. Vielleicht wäre das Spiel dann anders verlaufen? Ganz sicher wäre es das, wenn man bedenkt, dass die nachfolgenden Treffer aus Kontern entstanden sind. Zwar hat Deutschland perfekt gespielt, aber diese Chancen wären nie zu Stande gekommen, wenn die Engländer nicht mit Gewalt hätten angreifen müssen. Als englischer Fan sollte man nach „44 langen Jahren des Leugnens“ aber auch endlich einmal zugeben, dass jenes 3-2 von Geoff Hurst kein reguläres Tor war. Von daher bestätigt sich die Floskel, dass sich im Fußball alles einmal ausgleicht.

Natürlich bleibt ein böser Beigeschmack. Der Unmut der Engländer ist verständlich, aber dennoch musste selbst Three-Lions-Captain Steven Gerrard zugeben, dass Deutschland das bessere Team war und verdient gewonnen hat. Wir sehen das natürlich auch so und resümieren, dass die Partie Deutschland-England das bisher beste Spiel dieser Weltmeisterschaft war und zwar von beiden Teams. Wir fingen furios an und hätten höher führen müssen. England diktierte dann bis zum endgültigen K.O., durch den überragenden Müller, und hatte in Form von Frank Lampard zweimal Pech mit dem Querbalken. Bei uns ragten aus einer klasse Mannschaft, neben Thomas Müller, einmal mehr der bärenstarke Arne Friedrich und ein brillanter Bastian Schweinsteiger heraus. Der Viertelfinalgegner heißt, wie 2006, Argentinien. Die Gauchos wurden gegen Mexiko ebenfalls vom Referee begünstigt. Argentinien blieb aber bisher ohne Punktverlust souverän und überzeugte von allen Mannschaften am meisten. Wir werden sie aber trotzdem schlagen und dann wartet vielleicht Europameister Spanien.


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