Erbarmen – Unser Filmtipp

ErbarmenSkandinavische Thriller haben es in den letzten Jahren ganz nach oben in unser Unterhaltungsrepertoire geschafft. Aus dem kühlen Norden hat sich so mancher Bestsellerautor weltweit einen Namen machen können. So scheint es auch nicht ungewöhnlich, dass man den Herrn Wallander beim Fernsehkrimi am Wochenende bewundert. Ja, selbst das Fernsehgeschäft haben die Skandinavier erobern können. Spätestens seit der filmischen Adaption von Stieg Larssons „Millennium-Trilogie“ gilt das sogar für die Kinoleinwand. Auf dieser findet sich ab dieser Woche mit Erbarmen auch das erste Werk des Dänen Jussi Adler-Olsen wieder. Carl Mørcks erster Kriminalfall hat ihn sofort zum literarischen Sympathieträger gemacht. Der Film beweist, dass es ihm auf der Leinwand ebenso gelingen kann.

Erbarmen – Beschäftigungstherapie für Carl Mørck

Nachdem Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) mit seinem Team in einen Hinterhalt geraten ist, ein Partner dies mit seinem Tod, ein anderer mit einer Querschnittslähmung bezahlen musste, verfällt der Ermittler zu Beginn von „Erbarmen“ in Selbstmitleid und depressive Zustände. Sein Chef Jacobsen (Søren Pilmark) entledigt sich des Problemkindes, indem er ihn in die Kellerabteilung des Präsidiums schickt. Dort warten zahlreiche Akten mit Fällen, die längst in Vergessenheit geraten sind. Unter ihnen befindet sich auch das mysteriöse Verschwinden der Star-Politikerin Merete Lynggaard (Sonja Richter), die sich bei der 45-minütigen Überfahrt von Rødby nach Puttgarden in Luft aufgelöst hat.

Erbarmen – Erster Fall des Sonderdezernat Q

Es ist der erste Fall, der Mørcks Interesse erhält. Gemeinsam mit seinem syrischen Assistenten Assad (Fares Fares) bildet er das neue Sonderdezernat Q, das sich Fällen der Kategorie Lynggaard widmen soll. Genau darauf konzentriert sich Regisseur Mikkel Norgaard, der den Bestseller um manche Nebenhandlungen erleichtert hat. Einzelne Episoden Mørcks werden ausgelassen, „Erbarmen“ konzentriert sich auf den Fall und seine Aufklärung. Auch wenn das Verschwinden von Merete bereits fünf Jahre zurückliegt, glaubt der Ermittler an die Chance, sie lebend zu finden. Seine Suche, so viel sei verraten, soll nicht vergebens sein. Auch, wenn Mørck während der Ermittlungen auf etwas stößt, das er sich ein wenig anders vorgestellt hat.


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