Electronic Entertainment Expo – E3

Die diesjährige Electronic Entertainment Expo lief unter dem Motto „Never stop playing“ und kam beinahe einer Bitte gleich. Dabei ist es im Allgemeinen gar nicht schlecht bestellt um das Geschäft mit den Games. Ein Umdenken muss passieren, denn die großen Blockbuster und teuren Konsolen haben ausgedient bzw. werden in Zukunft anders genutzt.

Besuche rückläufig

Vom 05. bis 07. Juni 2012 wurde das Convention Center in Los Angeles anlässlich der „E3“ abermals mit imposanten Bannern und übergroßen Postern umdekoriert. In den letzten Jahren waren die Besucherzahlen eher rückläufig, darum war der diesjährigen Fachmesse der weltweite Fokus sicher. Letztes Jahr fanden rund 50.000 Gäste, die aus potenziellen Käufern und Presseleuten bestehend, ihren Weg in die heiligen Hallen. Auch in diesem Jahr lag der Besucherstrom knapp darunter, wenngleich dies für die Stadt Los Angeles trotzdem enorme Umsätze bedeutete – dank einer Mehrauslastung der Hotelzimmer.

Gratis ist besser als gekauft

Die Misere der Branche besteht darin, dass die führenden Firmen ähnlich aufwendig produzieren und Werbung betreiben wie die ganz Großen des Filmgeschäfts in Hollywood. Demnach müssen sie auch in der Kürze der Zeit, den bestmöglichen Ertrag einspielen, um sich überhaupt zu rechnen. Dies funktionierte einige Jahre ziemlich gut, doch die augenblickliche Entwicklung steht dem entgegen. Denn den bisher so erfolgreichen Konsolen und Spieleknallern wird allmählich der Rang abgelaufen. Die sogenannten Free-to-Play-Games werden im ersten Moment als Freeware vergeben und fordern dann an späterer Stelle optional den Kauf von virtuellen Gütern. Dieses Produkt ist nicht ausschließlich auf die Konsole beschränkt, sondern betrifft ebenso Tablets und Smartphones. Die mobilen Varianten der Hersteller werden darum immer wichtiger. Selbst wenn sich die Hardware anfangs nur schleppend verkauft, wie beispielsweise die Playstation Vita, kann man an späterer Stelle über gut inszenierte Spiele den Verkauf weiter vorantreiben. Die Konsole als solche wird in absehbarer Zeit immer mehr die Funktionen einer Mediathek übernehmen und mittels der Vernetzung mit abonnierten Fernsehsendern das Angebot multimedial erweitern. Zusammengefasst kann man sagen, dass der hart umkämpfte Games-Markt mit erheblichen Preisnachlässen aufwarten wird und muss, um der wachsenden Gratis-Konkurrenz Herr werden zu können, was keinesfalls entgegen der Kundenwünsche wäre.


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