Ein Mord bei einer Europameisterschaft

Ich dachte bis vor kurzem, dass diese riesige Welle von Kriminalromanen zum Thema Fußball erst mit der jetzigen Weltmeisterschaft in Südafrika entstanden ist, liefert doch besonders das immer noch in weiten Teilen der Stadt äußerst kriminelle Kapstadt massig Anhaltspunkte für fiktionale Geschichten um Mord und Totschlag. Letzte Woche musste ich mich aber eines Besseren belehren lassen und entdeckte „Ballsaison“, ein Werk von Pierre Emme. Dessen Hauptprotagonist heißt Mario Palinski und ist der mit Abstand skurrilste Ermittler, den ich bisher in einem Schriftstück finden konnte.

Tatort ist wie immer Wien, wo man sich im Jahr 2008 intensiv auf die Fußballeuropameisterschaft konzentrierte. Wie wir heute wissen, siegte die spanische Elf im Finale gegen Deutschland und setzte sich so Europas Krone auf, was wir nicht wissen, ist, dass es bei Emme einen Schiedsrichter gab, der vorher alles hätte platzen lassen können. Schiedsrichter Arthur Mellnig wollte einige Tage vor dem Turnier unbedingt etwas streng Vertrauliches mit den Funktionären besprechen, nun liegt er tot in seinem Schlafwagen. Niemand weiß, was passiert ist und niemand hat eine Ahnung davon, was Mellnig der UEFA unbedingt mitteilen wollte. Auch die deutsche Mannschaft trifft schon bei der Anreise auf merkwürdige Ereignisse. Am Flughafen in Frankfurt hält ein verdächtiges Gepäckstück das Team auf, im Quartier in Wien erliegt später ein Mann seinen Verletzungen. Viel zu tun für Kriminologe Palinski, damit das Turnier seinen erwarteten Lauf nehmen kann.


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