Ein Mönch liefert einen Bericht aus Yucatan

Die Maya gelten als eines der mythischsten Völker der Weltgeschichte und gerade aufgrund ihrer hervorragenden Kenntnisse im Bereich der Astronomie rücken sie mehr und mehr in den Fokus der Gesellschaft, was vorrangig auch damit zu tun hat, dass sie für den Dezember 2012 das Ende der Welt heraufbeschwören. Was Hollywood mit dem Film „2012“ versuchte darzustellen, ist das, was uns, sofern wir denen Glauben schenken, deren Kultur vor fast einem halben Jahrtausend zerstört wurde, bevorstehen könnte. Zwar leben noch immer einzelne kleine Maya-Völker in den mittelamerikanischen Wäldern, dennoch haben die spanischen Konquistadoren mit ihrem Einmarsch und dem folgenden, relativ blutigen Vorgehen große Teile ihrer Kultur ausgelöscht.

Einer dieser Einwanderer war der Franziskanermönch Diego de Landa, der mehr als 30 Jahre lang das Leben der Maya aus nächster Nähe beobachtete und dessen Erinnerungen nach wie vor große Aussage über das alltägliche Leben der Maya geben. Zwar darf bei seinem „Bericht aus Yucatan“ nicht die Rolle de Landas, der als Teil dieser spanisch-portugiesischen Gebietseroberung großen Anteil an der Ausrottung ihrer Kultur hatte, vergessen werden, trotz alledem liefert er aber eine detaillierte Schrift über die Kunst und die Kultur der Maya sowie ihre Art und Weise des Zusammenlebens. So bekommen wir einen Eindruck von dem groben Vorgehen der Konquistadoren, wenngleich es mild dargestellt wird, und dem Umgang mit denen, die sie als „die Wilden“ klassifizierten.


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