DVD-Tipp: Ted

TedAls kleines Kind besaßen viele von uns einen kuscheligen Freund, den wir nur selten aus den Augen ließen und mit dem wir möglichst viel Zeit verbringen wollten. Kuschelhasen, -hunde und -tiger, in der heutigen Zeit auch die Plüschvarianten von Animefiguren, sind für viele Kinder der erste richtige Freund im Leben. Im traditionellen Fall handelt es sich dabei um einen Teddybären, der auch heute noch zu den bewährtesten Kuschelfreunden zählt. Im August des Jahres schaffte es ein ganz besonderer Vertreter dieser Zunft auf die Kinoleinwand. Wer meint, dass damit die Kleinen ein neues altersgerechtes Schauspiel geboten bekommen sollten, wurde schnell eines Besseren belehrt. „Ted“ war nämlich keinesfalls ein gewöhnliches Exemplar eines Kuschelteddybären.

Ein Bär, der raucht und trinkt

Die lustigste Geschichte des nun bald abgelaufenen Jahres bekommt schon im Einspieler, in dem uns ein Erzähler vom Zusammentreffen der beiden Akteure berichtet, eine ganz eigenwillige Note. Der kleine John Bennett aus Massachusetts hat keine richtigen Freunde, selbst verhauen will ihn keiner. So kommt es, dass er am Weihnachtsabend beim Vorbeihuschen einer Sternschnuppe den Wunsch äußert, sein Teddybär würde zum Leben erweckt werden. Der Dramaturgie folgend passiert genau das und John erhält seinen ersten richtigen Freund, der fortan zum landesweiten TV-Helden avanciert. Die Haupthandlung setzt einige Jahre später ein. Noch immer sind John (Mark Wahlberg) und Ted unzertrennlich, reichlich verwahrlost dazu. Wenn John mal nicht seinen Dienst in der Autoleihfirma ableistet, trinken die beiden Bier und ziehen sich die eine oder andere Wundertüte durch die Lunge. Zentral ist auch ihre gemeinsame Vorliebe für die Filmklassiker des Superhelden Flash Gordon.

Auf eigenen Stofffüßen stehen

Es ist klar, dass John bei so einem Freund sein Leben nur sehr spärlich auf die Reihe bekommt. Auch Freundin Lori (Mila Kunis) hat Ted bis dahin zu schätzen gewusst. Nun aber zweifelt sie an ihrer Beziehung, weil sich John noch immer nicht von seinem Kuschelteddy trennen möchte. Ted muss ausziehen und sich selbst einen Job suchen. Bei der Arbeit im Supermarkt kommt er voll auf seine Kosten, die Zuschauer dank der vielen lustigen Szenen ebenso. Auch, wenn sie nicht mehr zusammen wohnen, treffen sich John und er beinahe täglich und erleben weitere legendäre Episoden. Diese brechen auch nicht ab, als Ted entführt und bei einer rasanten Jagd im Sportstadion auseinandergerissen wird. Dieses Mal ist es Lori, die eine Sternschnuppe dazu nutzt, ihn wieder lebendig zu machen. Dass er anschließend John verschaukelt und redet, als sei er falsch zusammengewachsen, ist nur ein weiteres Zeichen der filmerischen Grundhaltung. Man will unterhalten und dem Zuschauer ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Bei den Kinozuschauern ist das ohne Frage gelungen. Die DVD, welche ab dem 06.12 zu haben ist, wird Ähnliches vollbringen.


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