DVD-Tipp: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger

DVD-Life of PiDas Kino zählt mittlerweile zu den zentralen Bestandteilen des gesellschaftlichen Lebens. Filme jeglicher Art dienen unserer Freizeitunterhaltung, der Vermittlung von Werten und sind nicht selten Thema des öffentlichen Diskurses. Ende des vergangenen Jahres fungierten die Lichtspielhäuser zur Plattform für eine eindrucksvolle Abenteuergeschichte, die der kanadische Weltenbummler Yann Martel bereits Anfang des Jahrhunderts in literarischer Form vorlegte. Martel konnte für sein Werk „Life of Pi“ internationale Preise einheimsen. Die Verfilmung „Life of Pi – Schiffbruch mit Tigervon Regisseur Ang Lee machte es ihm nach und gewann unter anderem Ende Februar vier Oscars. Damit war man mal eben der am meisten ausgezeichnete Film des Jahres. Seit letzter Woche gibt ist diesen nun endlich auch für das Heimkino.

Ein Leben in der Idylle

Indien wird heute von Reisenden oftmals als eine Art Schlaraffenland gesehen. Farbenfrohe Paläste, eine facettenreiche Kultur und die allgemeine Vielfältigkeit des Landes faszinieren den Besucher. Genau aus diesem Land stammt der nach einem Schwimmbad benannte Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma, bzw. Irrfan Khan als Erwachsener), dessen Eltern in Pondicherry einen Zoo besitzen. Während andere Kids auf der Straße herumtollen oder sich der Konsolenspielewelt hingeben, beobachtet der junge Inder, der sich sowohl für das Christentum, als auch den Hinduismus und den Islam begeistert, täglich Orang-Utans, Elefanten und andere Lebewesen unserer Erde. Ein Paradies, das seinesgleichen sucht, aber früh im Werk ein Ende findet. Obwohl der Zoo gut besucht ist, entscheidet sich sein Vater, samt einigen Tieren, die er zum Verkauf anbieten will, nach Kanada auszuwandern. Zwar ist Pi, sowie er sich fortan nennt, davon nicht begeistert. Auch er aber betritt die Arche, die sich in Richtung Nordamerika bewegt.

Schiffbruch und Leben auf der See

Ein verheerendes Unwetter verhindert es, dass Pi und seine Familie in Kanada ankommen. Der junge Hauptprotagonist avanciert zum einzigen menschlichen Überlebenden. Mit einer Hyäne, einem Orang-Utan-Weibchen, einem verwundeten Zebra und dem bengalischen Tiger Richard Parker landet er in einem Rettungsboot. Während Letzterer noch ein wenig seekrank wirkt, macht sich die hungrige Hyäne über die anderen Bootsinsassen her. Erst als sie Pi angreifen will, greift die Raubkatze ein und beendet damit die Fleischeslust des gefräßigen Konkurrenten. Diese anfängliche Zuneigung zieht sich über mehr als 200 Reisetage hin. Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen werden aufgrund der Nutzlosigkeit über Bord geworfen. Stattdessen dressiert er Richard Parker. Gemeinsam treiben die Beiden über den Ozean und stranden nach einer Ewigkeit auf einer Insel voller Erdmännchen und fleischfressender Pflanzen. Nach einer Stärkung reisen die Gefährten weiter, um kurz darauf an der mexikanischen Küste erneut an Land zu gehen. Richard Parker verschwindet  im Dschungel, Pi erzählt seine Geschichte, die, wenngleich sie phantastisch klingt, doch auch über Jahre hinweg die Menschen begeistert.


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