Die Bestimmung: Divergent – Unser Filmtipp

Divergent-Die-BestimmungEine wahre Hochkonjunktur erleben derzeit einzelne Jugendbuchreihen und zwar mitten auf der Kinoleinwand. Während Hollywoods Adaption von „Vampire Academy“ gelinde gesagt floppte, verspricht „Die Bestimmung: Divergent“ ein wahrer Kassenknüller zu werden. In den USA ist der erste Teil der Bestimmungs-Trilogie von Veronica Roth bereits seit gut zwei Wochen zu sehen. Die Produktionskosten von etwa 85 Millionen US-Dollar hat der Film längst wieder eingespielt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, die Geschichte ist einfach enorm unterhaltsam und von Regisseur Neil Burger („Der Illusionist“) hervorragend aufbereitet. Nicht umsonst werden Parallelen zu „Die Tribute von Panem“ gezogen – eine ebenfalls recht erfolgreiche Jugendbuchreihe, die Millionen Zuschauer auf den Kinositz fesseln konnte.

Die Bestimmung – Ein geordnetes Chicago der Zukunft

Nach einem Krieg vor einhundert Jahren wurde eine Mauer um Chicago gezogen. Innerhalb dieser Abgrenzung lebt eine Gesellschaft, die in fünf Fraktionen eingeteilt ist. Jeder dieser Gruppierungen ist eine menschliche Tugend zugeordnet, die es zu bewahren gilt. Die zentrale Protagonistin Beatrice „Tris“ Prior (Shailene Woodley) beispielsweise gehört den selbstlosen Altruan an, wenngleich sie selbst Probleme damit hat, selbstlos zu handeln. Zu Beginn von „Die Bestimmung: Divergent“ ist sie 16 und somit in jenem Alter, in welchem die Jugendlichen anhand eines Eignungstests erfahren, welche Tugend sie in sich tragen. Das Ergebnis dient als Entscheidungshilfe für das kommende Leben. Mit 16 nämlich dürfen sich die Teenager entscheiden, welcher Fraktion sie fortan angehören wollen, bei welcher Familie sie weiterhin leben möchten. Zur Auswahl stehen neben den Altruan noch die gelehrten Ken, die fruchtlosen Ferox, die friedfertigen Amite und die ehrlichen Candor.

Eine Unbestimmte sucht ihre Bestimmung

Das Besondere bei Tris ist, dass der Eignungstest kein eindeutiges Ergebnis offenbart. Statt eine Tugend in sich zu tragen, verfügt sie über Eigenschaften aller Fraktionen. Dieser Umstand macht sie zu einer Unbestimmten. Personen dieser Güteklasse sind nicht gerne gesehen, weshalb Tris das lieber verschweigt. Sie entschließt sich dazu, den Ferox beizutreten. Dort trifft sie auf andere neue Mitglieder des Clans, mit denen sie sich einem dreiphasigen Initiationsritus unterziehen muss. In diesem wird brutal ausselektiert. Wer es nicht unter die besten Zehn schafft, wird zum Fraktionslosen und somit an den Rand der Gesellschaft gedrückt. Dass es bei den Aufgaben natürlich nicht um einen Multiple-Choice-Test, sondern eisenharte Duellkämpfe geht, sollte jedem schon vor dem Gang ins Kino klar sein. Innerhalb der Ferox brütet ein ungemeiner Konkurrenzkampf. Mit Four (Theo James) bekommt Tris wenigstens einen Helfer an die Seite, wenngleich seine Absichten nicht so ganz deutlich zu erkennen sind. Selbstverständlich geht es in „Die Bestimmung: Divergent“ aber nicht nur um Tris´ Entwicklung und ihre individuellen Probleme, sich in das schubladenartige System zu integrieren. Das System selbst wird hinterfragt, was diesem Kinofilm neben namhaften Schauspielgrößen (Kate Winslet, Jai Courtney und Ashley Judd) eine vielschichtige Dimension gibt, die von Meinungsfreiheit bis Gleichberechtigung viel Aktuelles thematisiert.

 


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    16.04.2014
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