Die Tore der Welt

Die Tore der WeltZwei Jahre ist es her, seit wir Ken Folletts gigantisches Mittelalter-Epos „Die Säulen der Erde“ in einer vierteiligen Fernsehproduktion vorgesetzt bekamen. Schon damals zeigte sich, wie erfolgreich die Verfilmung eines solch monumentalen 1000-Seiten-Bestsellers ankommt. Dementsprechend wirkt auch die heute Abend beginnende Filmreihe zum Nachfolgewerk „Die Tore der Welt“ durchaus nicht unangebracht. Erneut hat sich ein Produktionsteam an eine Geschichte Folletts herangewagt und wie schon bei der ersten Ausführung damit ein beeindruckendes Szenario geschaffen. Zu den zentralen Themen der Beziehungs- und Liebesgeschichte, die rund 200 Jahre nach dem Vorgänger spielt, gehören wieder die Elemente fortschrittlicher Bautechnik und die politisch-gesellschaftlichen Gegebenheiten der Zeit.

Wieder Trubel in Kingsbridge

In der fiktiven britischen Ortschaft Kingsbridge schließt Follett und damit auch Regisseur Michael Caton-Jones an den vorherigen Bestseller an. Bei einigen Charakteren handelt es sich um Nachkommen der bereits bekannten Helden. Auch die einstige Kathedrale rückt zurück in den Fokus. Zunächst aber geht es für Architekt Merthin (Tom Weston-Jones) darum, die eingestürzte Hauptbrücke in Kingsbridge zu restaurieren. Dabei nutzt er innovative Baukunst, deren Auseinandersetzung mit dem Altbewährten zum festen Repertoire Folletts gehört. Noch ehe er das Projekt abschließen kann, wird ihm der Auftrag entzogen. Die Willkür des feudalen Systems zeigt sich auch im Umgang mit der wiederentdeckten Heilkunst. So wird seine Geliebte Caris (Charlotte Riley) zur Bewahrung des Alten der Hexenkunst bezichtigt.

Alt gegen neu

Nachdem diese in ein Kloster flüchtet, kehrt Merthin England den Rücken und geht nach Florenz. Obwohl er sich dort zur Ruhe setzt und eine Familie gründet, rumort in ihm die alte Demütigung. Das Fass läuft über, als in der neuen Heimat die Pest Kreise zieht, seine Frau stirbt und auch er der Infektion nur knapp entkommt. Merthin kehrt mit Tochter Lolla und neuen Plänen zurück. Er möchte den Turm der großen Kathedrale neu errichten und das höchste Bauwerk Englands schaffen. Auch Caris kehrt auf die Bühne zurück und heiratet nach Austritt aus dem Kloster Merthin. Gemeinsam stellen sie sich dem Kampf gegen die konservativen Elemente, für die in erster Linie der Prior Godwyn (Rupert Evans) und Merthins Bruder Ralph (Oliver Jackson-Cohen) eintreten. Ihren erbitterten Kampf für die eigenen Ideale sehen wir in einer Welt, in der politische Ereignisse wie der Hundertjährige Krieg und akute Probleme wie der Schwarze Tod den Alltag bestimmen.


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