Die Teufelshaube

Nach „Die Totenleserin“ kommt nun in Die Teufelshaube wieder Dr. Versuvia Adelia Rachel Ortese Aguilar, kurz Adelia, ins Spiel als Leichenbeschauerin. Wieder einmal hat unser guter König Henry II ein kleines Mordproblem, das es zu lösen gibt. Seine Mätresse Rosamund wurde ermordet, genauer gesagt vergiftet. Der Verdacht fällt sofort auf seine Ehefrau und Königin Eleonore. Ein Mord aus Eifersucht? Das zumindest würde England an den Rand eines Bürgerkriegs bringen und das mögen Könige bekanntermaßen gar nicht.

Also muss Adelia erneut mit ihren Fähigkeiten für Aufklärung sorgen und befindet sich alsbald auch in Gefahr. Doch nicht nur sie, sondern auch der Vater ihrer Tochter Allie, Bishof Rowley und ihre Tochter selbst werden bald zur Zielscheibe.

Das Buch wartet dieses Mal mit einer Fülle an Nebenhandlungen auf, die nicht immer dem Fortgang der Geschichte dienen. Was an historischer Genauigkeit fehlt, wird von der Autorin meisterlich dazu gedichtet, um den Spannungsbogen nicht zu unterbrechen. Doch kann es dem einen oder anderen mitunter „zu bunt“ werden, sprich ein wenig mehr Fokus auf die Haupthandlung hätte in meinen Augen gutgetan.

Dabei darf man aber nicht unerwähnt lassen, dass es nach wie vor ein spannender Thriller ist, der mit seinen detaillierten Erzählungen auch schon mal an die Nerven gehen kann. Mittelalterliche Unterhaltung im Stile eines CSI.


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