Die Stimmung bleibt gut

Wie gut eine Sache ist und welche tragende Bedeutung sie hat, merkt man meistens erst dann, wenn es diese Sache nicht mehr gibt. Meines Erachtens kann die WM in Südafrika bisher als ein Erfolg für den afrikanischen Kontinent gewertet werden. Selbst wenn die Bafana Bafana schon nach der Vorrunde die Segel streichen durfte, scheinen die Fans weiterhin begeistert von dem ganzen Spektakel zu sein. Negative Zwischenfälle sind bisher nicht zu berichten und so wird man, wenn nichts weiter passiert, weiterhin positiv über die WM 2010 sprechen. Einzig und allein der afrikanische Fußball konnte die erhofften Glanzlichter nicht setzen, und die Elfenbeinküsten, die scheinbar beste Mannschaft, schied ebenfalls nach drei Spielen aus.

Auch Nigeria und Kamerun konnten sich nicht für das Achtelfinale qualifizieren, was das Abschneiden des afrikanischen Fußballs bis auf eine Ausnahme als desaströs darstellt. Die einzige Ausnahme stammt aus unserer Gruppe und heißt Ghana, das sich aus meiner Sicht ein wenig überraschend vor Serbien und Australien einreihte und so dem afrikanischen Traum nach einem erfolgreichen Turnier weiter nährt. Am Samstag schalteten die Black Stars die USA aus und stehen als drittes afrikanisches Team der Geschichte im Viertelfinale einer Fußball WM. Was Kamerun 1990 und dem Senegal 2002 gelang, hat meiner Auffassung nach 2010 eine noch größere Bedeutung. Schnell kann die Stimmung in einem Land  oder auch auf einem ganzen Kontinent kippen, wenn das Heimteam oder die Heimteams aus dem Turnier sind. Dank Ghana passiert dies vorerst nicht. Also freuen wir uns auf weitere tolle Spiele und hoffen, dass Ghana noch weit kommt. Im Finale wird der Gegner dann wohl zu stark sein, er kommt nämlich aus Deutschland.


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