Die schönsten Bücher – Science Fiction

Über Bücher zu schreiben ist nicht immer eine einfache Sache, denn neben den eigenen Interessen versucht man natürlich auch die Geschichten an den Mann zu bringen, die andere eventuell begeistern könnten. In der letzten Woche ging es in unserer TopFive der schönsten Bücher um das Genre Sport, heute ist es ein Thema, das sich von vornherein weniger abgrenzen lässt. Nehmen wir es genau, ist Science Fiction ein sehr breites Gebiet, das viel Interpretationsspielraum ermöglicht. Ohnehin verschmelzen die verschiedenen Kategorien immer mehr miteinander, was es schwierig macht, diese genau so einzugrenzen, wie es jeder andere tun würde. Von daher bitte ich um Rücksicht, wenn der ein oder andere weder Vampire noch Magier hinzuzählen möchte.

Platz 5: Der Effekt von John Birmingham

Science-Fiction-Werke spielen häufig in einer etwas entfernten Welt. Bei Birmingham ist das ein wenig anders, denn es geht um die USA, die von einem zunächst als Terroranschlag vermuteten Unheil heimgesucht wird. Ein gigantischer Energieblitz legt fast die kompletten Vereinigten Staaten in Schutt und Asche. Niemand weiß, wie es weitergeht, niemand weiß, ob die Familienangehörigen überlebt haben. Ohnehin gibt es keinen wirklichen Plan, wie das Leben auf der Erde, die längst nicht mehr so ist wie sie einmal war, weitergehen soll. So liegt das Leben der Zukunft in der Hand Einzelner, die den Kampf gegen das Übel aufnehmen wollen.

Platz 4: Die Verpflichtung von Lorna Freeman

Der erste Teil einer Saga ist meist der entscheidenste, denn hier wird oft entschieden, ob man sich dafür interessiert oder nicht. Alles lebt von den Charakteren, der errichteten Welt und der Geschichte an sich. Die Grenzlande-Saga hat so einen eindrucksvollen ersten Teil, der gleich von Beginn an mein Interesse weckte. Hauptakteur der Geschichte ist der Soldat Hase, der mit seiner Grenzpatrouille im Königreich Iversterre auf einen mysteriösen Magier trifft. Dieses Zusammentreffen ist der Anfang einer gigantischen Verschwörung, in der auch Hase schon bald eine wichtige Rolle einnehmen muss, denn auch er verfügt über ungeahnte Kräfte.

Platz 3: Judassohn von Markus Heitz

Mahet ist eines der zahlreichen Synonyme von Kultautor Markus Heitz, einem der führenden Schriftsteller in den Bereichen Fantasy, Science Fiction und Mystery. Eines der sehr erfolgreichen Werke ist „Judassohn“, eine Geschichte über die Untote Sia, die ihr unendliches Leben der Aufgabe gewidmet hat, diejenigen Menschen zu beschützen, denen ein ähnliches Schicksal bevorsteht. Aufgrund ihrer gigantischen Kräfte gelang ihr das bisher ganz gut, doch das war bevor eine Gestalt in ihr Leben trat, die ihr ebenbürtig gegenübertreten kann und dies, gefangen von Rachegelüsten, auch bereit ist zu tun.

Platz 2: Der Ketzer von Joseph Nassise

Der Protagonist Cade Williams ist mit einem Wort nicht zu beschreiben, auch ein ganzer Satz würde wohl nicht ausreichen. Um diesen Charakter verstehen und schätzen zu können, muss man Nassises Werke lesen. Nur so viel, Cade ist Führer einer Spezialeinheit, die ein historisches Erbe zu beschützen weiß und sich gelegentlich mit Wesen auseinandersetzen muss, die es auf dieses Gut abgesehen haben. Cade gehört zu den neuen Templern, was das Ganze zu einem spektakulären Science-Fiction-Abenteuer mit einem gewissen historischen Aspekt macht. Er scheint kaum menschliche Züge zu haben, doch als Fremde ein altes Artefakt stehlen wollen und zahlreiche verstorbene Templer zum Leben erwachen lassen, beginnt sich in Cades Gemüt etwas zu regen.

Platz 1: Die Arena von Stephen King

Wer sonst als Mister King könnte in dieser Topliste der schönsten Bücher ganz oben stehen? Stephen King ist für Science Fiction das, was man gewöhnlich als obersten Primus benennen würde und derjenige, an dem sich alle anderen messen müssen. Kurz gesagt, er ist der Dan Brown des Übernatürlichen. Dabei ist „Die Arena“ gar nicht mal so aus der Luft gegriffen, denn letztlich zeigt das Werk nur die menschlichen Abgründe, die tief in unserer Gesellschaft schlummern. Die Stadt Chester´s Mill wird von einer gigantischen Kuppel bedeckt, die Menschen in ihr eingeschlossen und in einen Zustand versetzt, den Hobbes als Naturzustand bezeichnen würde. In diesem ist alles erlaubt, jeder tut das, was nötig ist, um sich selbst am Leben zu halten.


2 Kommentare zu “Die schönsten Bücher – Science Fiction” Eigenen verfassen
  1. bah

    „Die schönsten Bücher – Science Fiction“? Soweit ich das sehe, sind 4 von den 5 Titeln wohl kaum dem SciFi zuzuordnen.

    4.05.2011
  2. […] wir in der letzten Woche einen kleinen Ausflug in die Welt der Zukunft gewagt und uns die schönsten Bücher zum Thema Science Fiction angeschaut haben, möchte ich für die TopFive in dieser Woche ein wenig die Uhr […]

    15.09.2010
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