Die Mythen der Atomkraft – Wenn ein Problem zurück in den Fokus rückt

Die Bilder, welche uns momentan aus Japan über die Bildschirme des Landes ereilen, sind grausam, sie zeigen die ganze Tragik und letztlich auch, wie hilflos wir Menschen sind, wenn die Natur zurückschlägt. Zwar befinden wir uns hier in Deutschland tausende Kilometer von Japan entfernt, ein Erdbeben werden wir aufgrund unserer tektonischen Lage wohl nicht hautnah erleben und dennoch sind es genau jene Tage, an denen die Menschheit näher zusammenrückt, Mitgefühl zeigt und denjenigen gedenkt, die, wenn sie nicht selbst zum Opfer geworden sind, alle etwas verloren haben. Neben der Ohnmacht der Menschen, die eben doch von der Natur abhängig sind, stellt sich vorrangig die Frage, wie man Japan helfen kann. Doch auch ein anderes Thema rückt wieder in die Debatten.

Atomkraft ist gefährlich, das sollte mittlerweile jeder wissen. Tschernobyl ist vielleicht 25 Jahre her, die Geschehnisse aber aktueller denn je, denn die Angst vor einem neuen Tschernobyl, einem Fukushima, ist da, auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen. Die Kernschmelze, so sind sich Experten einig, muss bereits passiert sein, täglich explodieren neue Sektoren im Werk – die letztlichen Folgen lassen sich bisher nur erahnen, ihre Gefahr ist aber ohne Frage gegeben. Auch hier in Deutschland heizt das die öffentlichen Debatten über Atomkraft an, denn auch wenn wir wie bisher von Erdbeben verschont bleiben, können Kernschmelzen passieren und dafür sorgen, dass große Gebiete der radioaktiven Strahlung ausgesetzt werden. Die Rede ist immer davon, dass wir keine Alternativen hätten, Atomkraftwerke nicht abschalten könnten und sie sogar dazu dienen, die Erderwärmung zu hemmen. Allesamt „Mythen der Atomkraft“, die Autor Gerd Rosenkranz versucht hat in seinem Werk dem Normalverbraucher präsent zu machen, ihm aufzuzeigen, inwiefern uns die Lobbyisten hinters Licht zu führen versuchen und letztlich das erreichen, was die einzige Möglichkeit ist, dieses Thema positiv darzustellen, die Wahrheit zu verschleiern.


2 Kommentare zu “Die Mythen der Atomkraft – Wenn ein Problem zurück in den Fokus rückt” Eigenen verfassen
  1. Maddin

    Vielen Dank für den Buchtipp!
    Es wird allerhöchste Zeit, dass Verbraucher sich bei solchen Autoren informieren und nicht dort, wo Medien von der Atomlobby gesponsert werden. Werd es mir kaufen und sicher weitere wertvolle Informationen erhalten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Maddin

    8.04.2011
  2. Tanja

    Eine Buchempfehlung zum Thema: Hartmut Bachmann:
    „Die Lüge der Klimakatastrophe
    … und wie der Staat uns damit ausbeutet. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht“ erschienen im Frieling-Verlag Berlin.

    18.03.2011
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