Die letzte Offenbarung – Hatte Jesus etwas mit Johannes?

letzte offenbarung 1Seit jeher diskutiert man über Fehl und Tadel in der christlichen Glaubenslehre, seit jeher wird spekuliert über falsche Aussagen und bewusste Tatsachenverschleierung der katholischen Kirche, um sich selbst zu schützen. Nicht selten liefern die Spekulationen dann die Vorlage und Idee für einen Thriller der ganz besonderen Art. Besonders in den letzten Jahren kam es zu einer richtigen Flut von Thrillern, die sich zur Aufgabe machten, das christliche Glaubensgerüst in seinen Grundfesten zu erschüttern und zugegeben, die Art von Literatur erfreut sich einer zunehmenden Leserschaft. In Zeiten eines Dan Brown wagen sich auch immer mehr deutsche Schriftsteller an Themen des christlichen Kampfes um Wahrheitsvormachtstellung in einer modernen, einer säkularisierten Welt.

letzte offenbarungIch persönlich lese solche Thriller gerne, aber irgendwie baute sich zwischen mir und deutschen Autoren des Metiers immer eine gewisse Distanz auf. Stephan M. Rother schwingt sich mit „Die letzte Offenbarung“ nun scheinbar dazu auf, mir meine Vorurteile gegenüber deutschen Religionsthrillerautoren auszutreiben. Ob er das wirklich schafft, kann ich noch gar nicht sagen, aber bisher bin ich äußerst angetan. Seine Geschichte spielt in Rom, jedenfalls tut sie das zunächst. Es ist der Restaurator Amadeo Fanelli, der nach einem Brand in Rom Archivmaterial aus dem Vatikan zu untersuchen hat und dort einen interessanten Fund macht. Er findet im Rücken eines Klassikers Papyrusstreifen, die bei genauerer Untersuchung Hinweise auf ein altes, ein sehr altes Schriftstück liefern. Beim Autor handelt es sich um Johannes, einen Jünger Jesu, der ihm näher stand als wohl jeder andere und selbst näher als wohl jeder andere Gläubige zu wissen meint. Im Verlauf des Geschehens forscht Amadeo weiter, da es sich bei dem Fund lediglich um ein Bruchstück handelt. So reist er durch die halbe Welt und findet Stück für Stück ein neues Puzzleteil. Seine Arbeit bleibt aber nicht unentdeckt und so stößt er nicht nur auf geheimnisvolle Verbündete, sondern auch auf gefährliche Kontrahenten und einen Papst, dessen Stellung lange im Dunkeln bleibt. Ich bin mal gespannt wie es ausgeht, hoffentlich kommt es nicht zu einem abrupten Ende, wie in Werken, die ich vorher gelesen habe. So etwas zerstört nämlich fast immer die Authentizität in Thrillern solcher Art.


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