Die Geschichte eines Rebellen

Jens Lehmann war schon immer ein eigenwilliger Charakter und ein ganz besonderes Exemplar der Torhüterzunft. Zwar meint man, ein Torwart muss besonders sein, gelegentlich auch ein wenig abgedreht, vor allem aber anders. Das, was Lehmann uns in über zwanzig Jahren Profikarriere gegeben hat, übersteigt dies noch und lässt sich nur schwer in Worte fassen. Ob Kopfballtor im Revierderby, Zetteltricks beim Elfmeterkrimi, Versteckspiele mit den Balljungen oder Brillenklau eines Fans. Das alles gehört zur Karriere eines Torwarts, der lange darauf warten musste, dass Fußballfans ihm das entgegen bringen, was ihm gebührt. Denn eins kann niemand abstreiten: Jens Lehmann war vor allem ein hervorragender Torhüter.

Lange angekündigt erschien im Mai 2010 nun auch endlich seine Autobiografie. Zwar trägt sie nicht den vielfach angekündigten Namen „Der Wahnsinn liegt auf dem Platz“, zählt aber dennoch ab sofort zur Pflichtlektüre jedes Fußballfans. Lehmann spricht in Zusammenarbeit mit Christof Siemes von allen Höhen und Tiefen seiner Laufbahn, dem UEFA-Pokalsieg 1997 mit Schalke, der zweifachen Ehrung als Europas bester Torhüter und der deutschen Meisterschaft mit Borussia Dortmund. Er beschreibt den Alltag im europäischen Spitzenfußball, den er beim AC Mailand und bei Arsenal London auch außerhalb der Bundesliga erleben durfte, all seine Trainer und erklärt alle Tricks und Strategien, die man braucht, um im Fußballbusiness bestehen zu können. Sie müssen kein Fan des ehemaligen Nationaltorhüters sein und dennoch werden Sie dieses Buch nach einer gelesenen Seite nicht wieder weglegen können.


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