Die feine Art des Saufens

Sie sind es leid sich niveaulos zu betrinken? Gepeinigt von der Bürde eines gesellschaftlichen Exitus, muss man sich eben in mancher Situation auch stilvoll abschießen können, ohne dabei ungeschriebene Grenzen zu überschreiten. Um ihnen diese Gratwanderung zu ermöglichen, hat Frank Kelly Rich das Buch: „Die feine Art des Saufens“ heraus gebracht.

Die Feine Art des SaufensEs ist eine Melange an Ratschlägen und Tipps zu einem gelungenen und feuchtfröhlichen Abend. Wer nach Einsicht dieser Lektüre nüchtern bleibt, ist selbst schuld. Dieses Buch jedoch als Anfang vom Ende zu bezeichnen, würde ihm Unrecht tun. Als anerkannte Volksdroge ist Alkohol Teil unserer Gesellschaft und kann in Gedenken dessen auch als Gesellschaftskritik angesehen werden. Doch bevor wir uns dem Thema Saufen auf metaphysischer Ebene widmen, sollten wir die Kirche im Dorf lassen. Dieses Buch beschreibt einfach, wie man auch nach mehreren Drinks Haltung bewahrt und über den Tellerrand von „Cocktails mixen“ hinaus schaut. Wer noch ethische Skrupel empfindet, kann es sich als verantwortungsvolle und vorausschauende Lektüre vorstellen, die einem vor späterer Häme bewahrt.

Es ist die süffisante Art sich dem Euphemismus Trinken zu nähern, mit Ratschlägen, wie man jede Party zum Erfolg bringt, oder je nach Wunsch in ein Desaster führt. Denn wer so etwas nicht schon einmal durchgemacht hat, hat noch nicht richtig gelebt. Es die aristotelische Vorstellung vom Maß halten, nur dass man hier eben das arithmetische Mittel zwischen zwei Extremen sucht. Neumodischen Zen könnte man so etwas nennen.


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