Die Ernte des Bösen von Robert Galbraith – Unser Buchtipp

Galbraith - Ernte des BösenKürzlich ist bekannt geworden, dass die Geschichte um Harry Potter noch nicht vollständig auserzählt ist. „Harry Potter an the Cursed Child“ heißt das zweiteilige Theaterstück, das entgegen erster Pläne nun auch als Buch veröffentlicht wird. Aber auch außerhalb der beliebten Harry Potter-Saga hat sich die Autorin Joanne K. Rowling mittlerweile einen Namen gemacht. Sie hat sich zu einer erfolgreichen Autorin von Kriminalromanen weiterentwickelt. In diesem Genre schreibt sie unter dem Namen Robert Galbraith. „Die Ernte des Bösen“ ist bereits der dritte Fall für dessen Ermittler Cormoran Strike.

„Die Ernte des Bösen“ beginnt mit einem mysteriösen Paket

Sherlock Holmes hatte einen gewissen Dr. Watson an seiner Seite. Dieser stand zwar ziemlich im Schatten seines Meisters, ohne ihn wäre der Detektiv aus der Baker Street aber niemals so erfolgreich geworden. Kriegsveteran Strike hat auch so einen Helfer für alles. Robin Ellacott kam im ersten Band der Reihe von einer Zeitarbeitsfirma und blieb seitdem da. In „Die Ernte des Bösen“ kommt ihr wieder eine bedeutende Rolle zu. Sie nimmt ein Paket in Empfang, in dem sich ein abgetrenntes Bein einer Frau befindet. Strike zeigt sich beeindruckt, hat aber sofort fast eine Handvoll Menschen parat, die als Absender in Frage kommen. Jede der vier Personen aus seiner Vergangenheit ist zu solch einer grauenhaften Botschaft fähig. Für die Polizei ist einer besonders verdächtig, doch genau von diesem führen Strikes Ermittlungen weg und so mitten rein in unberechenbare Gefahr.

„Die Ernte des Bösen“ ist nichts für schwache Nerven

Spätestens als weitere derartige Fälle London erschüttern, ist Strike und Ellacott klar, dass hier ernsthaft Gefahr im Vollzug ist. Das spürt der Leser der grandiosen 672 Seiten von „Die Ernte des Bösen“ auch. Noch besser als bisher kommt die von Rowling neu entdeckte Vorliebe für die tiefen Abgründe der menschlichen Natur zur Geltung. Der Killer geht äußerst grausam vor, das merkt man schon im ersten Kapitel, wo der Genuss beim Malträtieren ausführlich dargelegt wird. Ein kranker Psychopath, dem Rowling oder besser Galbraith reichlich Raum zur Entfaltung lässt. Es ist kein Wunder, dass man in der Heimat bereits bei BBC an der Verfilmung der Kriminalromane werkelt.


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