Die Dunkelziffer liegt immer höher

Von Dunkelziffern spricht man in der Regel, wenn man über eine Zahl redet, die eine offizielle Variante im wahrsten Sinn des Wortes in den Schatten stellt, da sie um einiges höher anzusiedeln ist. Wir begegnen dem Terminus in der Regel bei Polizeistatistiken, die das wahre Ausmaß an zum Beispiel Drogentoten bei weitem nicht erkennen lassen. Warum der schwedische Autor Jan Arnald, der lieber unter dem Pseudonym Arne Dahl veröffentlicht, so seinen Roman benannt hat, ist mir bisher unklar, dem Spannungsgehalt seines Werkes schadet das aber nicht.

Dahls hauptsächliche Kunst besteht darin, den Leser zu verwirren und genau das gelingt ihm mit „Dunkelziffer“, einem neuen Kriminalroman um Hauptprotagonistin Kerstin Holm vom Stockholmer A-Team. Diese bekommt es mit einem wirklich skurrilen Mord zu tun, wobei dieser nicht einmal den Ausgangspunkt für ihre Ermittlungen darstellt. Eigentlich geht es nämlich um eine vermisste 14-Jährige namens Emily. Umso beunruhigender gestaltet sich die Problematik, als Holm erfährt, dass in der Nähe drei bereits verurteilte Pädophile beheimatet sind. Als einem Mann mit einer Klaviersaite die Kehle durchgeschnitten wird, gerät das Werk und somit auch Holms Spur ein wenig in den Leerlauf. Doch nachdem die Polizei eine zweite Leiche findet, die das gleiche Schicksal hinnehmen musste, führt die Spur zu einem Serienkiller und ins Internet, wo sich das Konstrukt langsam zu einem richtigen Fall zusammensetzt.


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