Die Bundestagswahl 2009 – Gewinner und Verlierer

Nie herrschte vor einer Wahl so viel Unklarheit über ihren Ausgang und nie zu vor waren die Rollen von Sieger und Besiegten so deutlich verteilt wie in diesem Jahr. Das so genannte Fernsehduell der beiden Kanzlerkandidaten endete eher friedlich statt in einer Konfrontation. Das Oppositionsduell, in welchem zwar wesentlich mehr Feuer drin war, wusste auch keinem wirklich bei der Entscheidungsfindung zu helfen. Alles in allem herrschte bis zum Wahlsonntag nach wie vor Kenntnislosigkeit, wer denn nun den besten Weg einschlagen würde. So haben sich viele der Wähler wohl erst in der Wahlkabine für eine Partei entscheiden, wenn sie bei einer Wahlbeteiligung von nur rund 70 Prozent überhaupt den Weg zur Wahlurne angetreten haben. Die große Aufgabe bestand also darin, den Wähler zum Wahlgang zu motivieren und so warben die Parteien bis zum Ende auf Straßen, im Fernsehen und anderen Medien, mehr schlecht als recht.

Während andere jubeln, heißt der große Verlierer SPD

Lange Gesichter bei der Parteispitze der SPDWem das am besten gelungen ist, zeigt sich im Ergebnis: Die Linke beschloss von vornherein in die Opposition zu gehen und ist dank einem Rekordergebnis von 11,9 Prozent in dieser auch stark vertreten. Auch die Grünen konnten stark zu legen und erhielten 10,7 Prozent der Stimmen. Ein gewünschte Koalition mit der SPD scheiterte aber an der vorher bereits vermuteten Schwäche der Sozialdemokraten. Dass man im Vergleich zu 2005 einen Einbruch von 11,1 Prozent hinnehmen musste, konnte jedoch keiner erahnen und so gehört die SPD mit 23 Prozent erstmals seit 1998 wieder der Opposition an. Diese verpasst hat die neugegründete Piratenpartei, die im Bund bei ihrer ersten Wahl aber beachtliche 2 Prozent erringen konnte. Die Piraten sorgten so für einen Achtungserfolg. Eine Sortierung und ein ernstzunehmendes Wahlprogramm vorausgesetzt, könnte sich die Piraten Partei für die nächste Bundestagswahl sogar realistische Chancen ausrechnen.

Die Zukunft heißt Schwarz-Gelb

Bereit für Deutschland - Angela Merkel und Guido WesterwelleDas Zwei(Drei-)gestirn CDU/CSU und FDP gibt in Zukunft den Ton an und beendet damit die Große Koalition. Zwar erlebte auch die CDU einen Verlust (von ca. 1,1 Prozent) und kam nur auf 33,8 Prozent. Aber durch den starken Aufschwung der FDP, die sich auf 14,6 Prozent verbessern konnte, steht einer Schwarz-Gelben Regierung nun nichts mehr im Weg.

Deutschland hat gewählt


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  1. Bundestagswahl 2009: Service-Hotlines von den Siegerparteien | günstige Servicenummern 0900 und 0800

    […] Mehrheit stellte in der Bundestagswahl 2009 die Nichtwähler dar. Fast 28 Prozent (siehe Bundestagswahl-Fazit im buecher.de-Blog) entschieden sich nicht zur Wahl zu gehen und hätten sogar die SPD mit ihren 23 Prozent […]

    6.10.2013
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