Die Bücher des Jahres 2011

Was war das für ein ereignisreiches Jahr? Wir haben viel gesehen, einiges erlebt und vor allem interessante Werke gelesen, die mehr als nur Bücher darstellten. Es waren Schriftstücke, die das Jahr 2011 in ganz unterschiedlichen Bereichen prägten. Es ist das Jahr einer Familiengeschichte, die den Deutschen Buchpreis gewann und das Jahr einer zurückgekehrten Komikerin. Es ist womöglich auch das Jahr, in dem ein gefallener Politiker sein Comeback auf die politische Bühne vorbereitet und eines, in dem der Tod einer Identifikationsfigur des modernen Internets die Leute bewegte. Nehmen wir noch ein Enfant terrible hinzu, das über Dinge schreibt, die man eigentlich so nicht zu Papier bringen sollte, haben wir die Bücher des Jahres 2011.

Ohne Frage hat Charlotte Roche schon mit ihrem Debütroman „Feuchtgebiete“ für sehr viel Aufsehen gesorgt. „Schoßgebete“ ist die Geschichte von Liza, einer jungen Frau, die sich mit familiärem Stress und den eigenen, verrückten Vorlieben plagen muss und letztlich den Charakter von Charlotte Roche selbst in sich trägt.

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gilt politisch gesehen mit Sicherheit als „Vorerst gescheitert“. Im Gespräch mit DIE ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo zeigt sich allerdings ein Gefallener, der bereit dazu ist, wieder anzugreifen. Der Name zu Guttenberg wird längst wieder diskutiert, nicht zuletzt aufgrund seiner neuen Anstellung im EU-Parlament als Berater zum Thema Internet-Freiheit.

Sehr bewegend war der Auftritt von Comedian Gaby Köster bei STERN-TV; ebenso ist es ihr Buch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“. In diesem spricht sie über ihren Schlaganfall, das jahrelange Leiden an den Folgeschäden und den Grund, warum sie diese vor der Öffentlichkeit geheim halten ließ. Was bleibt, ist eine starke Frau, die den Willen am Leben zurückgewonnen hat.

Aus diesem gerissen wurde Apple-Gründer Steve Jobs, dessen Leben und Wirken von Walter Isaacson biografisch für die Nachwelt aufbereitet wurde und dank dem die Menschheit das Internet als täglichen Begleiter lieb gewonnen hat. „Steve Jobs“ ist eine bewegende Hommage an einen der größten Stars des noch jungen 21. Jahrhundert und einen der größten Visionäre überhaupt.

Bliebe mit Eugen Ruges „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ noch das Buch des Jahres, das den Deutschen Buchpreis 2011 gewinnen konnte. Die DDR-Familiengeschichte galt vorab als eine der heißesten Favoriten, nicht zuletzt machte sie das Rennen, weil Ruge mit seinem Werk die Generationen zusammenbringt und ein neues Licht auf die Geschichte und das Familienleben in der Zeit der deutschen Teilung wirft.


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    4.01.2012
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    4.01.2012
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    4.01.2012
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    3.01.2012
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