Die buecher.de-Hinrunden-Elf der Fußballbundesliga 2009/10

Zahlreiche Bundesligaakteure haben sich an 17.Spieltagen, an denen in insgesamt 153 Spielen und 13770 Minuten 419 Tore fielen und 22 Spieler vorzeitig zum Duschen geschickt wurden, gemessen. Sie haben Punkte gesammelt und um Tabellenpositionen gekämpft, die Gunst der eigenen Fans und die des Trainers, damit er sie auch für die kommende Woche aufstellt. Elf Akteure haben diese Aspekte in der Hinrunde besonders herausragend bewältigt und sich so einen Platz in unserer Hinrunden-Elf verdient.

Manuel NeuerManuel Neuer: Schalke 04
Schalkes Nummer 1 stand bei allen siebzehn Hinrundenpartien auf dem Feld und musste in diesen gerade einmal 13 Gegentreffer hinnehmen. Neben Rene Adler vom Tabellenführer Leverkusen zählt Neuer so zu den Torhütern mit den wenigsten Gegentreffern und verdiente sich durch überragende Leistungen mehfach Bestnoten. Schalkes 23-Jähriger Stammtorhüter, der wohl als Nummer 2 hinter Adler nach Südafrika reisen wird, hielt den Kasten acht mal sauber, was ihm insgesamt, wie zwei weiteren Torhütern, zwei Nominierungen in unsere Elf des Tages ermöglichte. Neuers Konstanz brachte ihm schließlich die Benennung in unsere Hinrunden-Elf.

Manuel FriedrichManuel Friedrich: Bayer 04 Leverkusen
Schon in der letzten Saison stabilisierten sich die Leistungen des Abwehrspielers vom Tabellenführer, bei dem er zunehmend zur festen Größe wurde. In dieser Saison konnte der 30-Jährige sein spielerisches Niveau aber noch eine ganze Ebene höherbringen. In 15 Partien wurde Friedrich nur einmal vorzeitig ausgewechselt, schoss zwei Tore und bereitete zwei weitere Treffer seiner Mannschaft mustergültig vor. Insgesamt schaffte Friedrich, der eine sehr starke Hinrunde spielte, dreimal den Sprung in die Elf des Tages und scheint 2009 nach mehreren durch Verletzung bedingten Rückschlägen endlich sein wahres Leistungspotenzial abrufen zu können.

Sami HyypiäSami Hyypiä: Bayer 04 Leverkusen
Mit Mannschaftskollege Manuel Friedrich bildet der alte Haudegen das beste und kompletteste Innenverteidigerpärchen der Hinrunde. Hyypiä, der nach einem Jahrzehnt Premier League zu Beginn der Saison an den Rhein gewechselt war, scheint auch mit 36 Jahren noch absolutes Topniveau gehen zu können. Der Finne versäumte gerade einmal 16 Minuten und gab der Bayer-Elf, die in den letzten Jahren oftmals vermisste Sicherheit in der Defensivabteilung. Sami Hyypiä wartet noch auf seinen ersten Bundesligatreffer, bereitet aber schon zwei Tore vor. Wie Friedrich stand er dreimal in der Elf des Tages und demnach auch verdient in unserer Hinrunden-Elf.

Per MertesackerPer Mertesacker: Werder Bremen
Lange galt die Bremer Defensive als löchrig und nur aufgrund einer facettenreichen Offensivabteilung landete Werder Siege am Fließband. In diesem Jahr hat sich aber nun auch die Abwehr gefestigt und so wirkt das Verteidigerduo Naldo und Mertesacker nicht nur torgefährlich, sondern auch defensiv stabiler als je zuvor. Mertesacker stand dreimal in unserer Elf des Tages und erzielte in seinen 17 Saisonspielen, in denen er über die gesamte Spielzeit auf dem Feld stand zwei eigene Treffer. Der 25-Jährige spielt seit Jahren auf internationalem Niveau und wirkt in wachsendem Alter immer abgeklärter. Per Mertesacker kam als Innenverteidiger ohne eine einzige gelbe Karte aus.

Daniel van BuytenDaniel van Buyten: Bayern München
Das war schon eine relativ eigenartige und vorallem äußerst abwechslungsreiche Hinrunde des Rekordmeisters. Einer der wenigen Stabilisatoren in einer sich ständig wechselnde Gesichter zeigenden Münchner Mannschaft war Abwehrchef Daniel van Buyten. Der 31-Jährige Belgier, der es zu Beginn seiner Zeit in München selten leicht hatte, blüht unter van Gaal zu alter Stärke auf und erzielte bereits 4 Treffer, einen weiteren konnte er vorbereiten. Van Buyten stand bei allen siebzehn Hinrundenspielen in der Startelf und wurde dreimal vorher ausgewechselt. Genauso oft fand er sich auch in unserer Elf des Tages, wodurch er unsere Hinrundenverteidigung komplettiert.

Ze´ RobertoZe´ Roberto: Hamburger SV
Vor unserer Viererkette agiert der Brasilianer Ze Roberto, der vor der Saison zum HSV wechselte. Zweifelten Experten zu Beginn noch an der Klasse des langsam in die Jahre gekommenen Mittelfeldspielers, widerlegte Ze´ Roberto schon nach wenigen Spielen sämtliche Skeptiker. Der 35-Jährige gab in den ersten 12 Saisonspielen im Hamburger Mittelfeld nicht nur den Ton an, sondern sorgte auch für langersehnte spielerische Varietät. So erzielte Ze´, der in der Vergangenheit nicht gerade als Torjäger bekannt war, 5 Treffer und legte zudem viermal für die Teamkollegen auf. Dreimal stand der Hamburger, der aufgrund eines Bänderrisses kein weiteres Spiel mitwirken konnte, in unserer Elf des Tages.

Toni KroosToni Kroos: Bayer 04 Leverkusen
Was für eine Hinrunde für die erst 19-Jährige Leihgabe aus München. Toni Kroos, der schon vor Jahren als das Jahrhunderttalent gepriesen wurde, kam 2008 nicht über den Status des Edelreservisten hinaus und entschloss sich im Januar des Jahres zu einem Wechsel nach Leverkusen, wo er unter Labaddia einen ebenfalls schwierigen Stand hatte. Unter Heynckes änderte sich das zunehmend und so gilt Kroos mittlerweile als einer der besten Offensivspieler der Liga, in welcher er in 17 Partien sechs Treffer erzielte und weitere vier vorbereiten konnte. Kroos, über dessen Zukunft die beiden Vereine sich im März bereden wollen, stand viermal in unserer Elf des Tages und deshalb ohne Frage in der Elf der Hinrunde.

Mesut ÖzilMesut Özil: Werder Bremen
Neben Kroos zieht im Offensiven Mittelfeld unserer Hinrunden-Elf der Bremer Mesut Özil die Fäden. Mit sechs eigens erzielten Toren präsentierte sich der Nationalspieler in äußerst präsenter Torgefährlichkeit. Seine wahre Klasse zeigte der 21-Jährige aber im Bereich des Vorarbeiters, so trafen zehn Werder-Torschützen nach einer Özil-Vorlage, wobei seine Standards gefährlich wie nie zuvor waren. Özil, der 2009 mit der U21 den Europameistertitel gewann und seitdem in der A-Nationalmannschaft wirbelt, stand in 15 Ligapartien auf dem Feld und wie Kroos viermal in unserer Elf des Tages. Er wird er wohl auch in der Startelf für Südafrika stehen, definitiv aber in unserer Hinrunden-Elf.

Eljero EliaEljero Elia: Hamburger SV
Komplettiert wird unser Mittelfeld durch den 22-Jährigen Niederländer Eljero Elia, der in den Reihen vom Hamburger SV immer wieder für Aufsehen sorgte. Vor der Saison von Twente Enschede in die Hansestadt gewechselt, avancierte Elia sofort zum Publikumsliebling. Zwar wurde er in seinen 17 Bundesligaspielen schon achtmal ausgewechselt, die Wirkung, welche er aber vorher ins Spiel der Hanseaten bringt, entschuldigt das allemal. So schoss Elia bereits fünf Treffer und bereitete sieben weitere vor. Zudem stand er dreimal in der Elf des Tages, was dem 1,76m-Floh letztendlich eine Nominierung in unsere Hinrunden-Elf bescheerte.

Stefan KießlingStefan Kießling: Bayer 04 Leverkusen
Der Spieler der Hinrunde heißt mit Abstand Stefan Kießling. Wirkte der Bayer-Angreifer in der letzten Saison noch ein wenig behebig in seinen Aktionen, wirkt er in dieser Spielzeit wie ausgewechselt. Wir sehen keinen Kießling mehr, der zwar mit großem Aufwand und stets vorbildlicher Einsatzmanier auftritt, dem aber viele Bälle verspringen und der zumeist vorm Tor den Mut verliert. Der Kießling 2009 ist ein anderer, einer, der seine körperliche Stärke einsetzt und in der Hinrunde endlich den Sprung zu einem absoluten Toptorjäger geschafft hat. In siebzehn Ligaspielen traf der 25-Jährige bereits 12 mal und führt deutlich die Torjägerliste an. 5 Mal stand er in unserer Elf des Tages und somit in unserer Hinrunden-Elf.

Lucas BarriosLucas Barrios: Borussia Dortmund
Schwerer gestaltete sich da die Suche nach einem passenden Sturmpartner für Kießling. Unsere Wahl traf auf Lucas Barrios vom BVB. Als Welttorjäger geholt, ließ der gebürtige Argentinier die Fans lange über den Sinn des Wechsels grübeln. Erst am 8.Spieltag erzielte Barrios sein ersten Bundesligatreffer und ließ in den folgenden Spielen noch acht weitere folgen, was ihn in der Torjägerliste nun als Zweitplatzierten hinter Sturmkollege Kießling führt. Der 25-Jährige, für den Dortmund die erste Station im europäischen Fußball ist und der deshalb ein wenig Anpassungszeit benötigte, stand wie vier weitere Stürmer zweimal in unserer Elf des Tages. Der Torhunger von Barrios gab letztendlich den Ausschlag.

Bildquelle: www.kicker.de


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