Die Bücher des Jahres 2012

Jaud - ÜbermanLiterarisch gesehen zeigte 2012 ein wirklich facettenreiches Antlitz. Ob es der gruselige und Schweißperlen treibende Thriller war oder aber eine bewegende Geschichte, prickelnde Liebesabenteuer oder was zum Lachen – 2012 hatte definitiv einiges zu bieten. Erst vor kurzem hat Tommy Jaud eine neue Geschichte zu seinem Romanhelden Simon Peters herausgebracht. Mit „Überman“ hat der Komödienautor uns einmal mehr ein lustigen Jahresausklang beschert. Einige Wochen vorher präsentierte Historien-Schreiber Ken Follett den zweiten Teil seiner Jahrhundertsaga. „Winter der Welt“ zählt ebenfalls zu den erfolgreichen Werken des Jahres. Was war außer diesen beiden Lesegenüssen noch so los?

Werke, die schockieren

Ganz vorne in den Bestsellerlisten befand sich in diesem Jahr die bis dahin eher unbekannte Britin Erika Leonard. Unter dem Pseudonym E. L. James kennt sie nun die ganze Welt, vor allem wegen der lasziven Reihe „Shades of Grey“. Was manch einer gerne als eine romantische Liebesgeschichte interpretieren möchte, erhält vor allem durch den Hobbyraum von Mister Grey eine ganz andere Gesamteinschätzung. In diesem erlebt die junge Studentin Anastasia Dinge, die sie und auch viele Leser vorher nie für möglich gehalten hätten. Das mysteriöse Autorengespann, welches sich hinter dem Namen Vina Jackson verbirgt, stieg Ende des Jahres gleich mit Bravour in den Kanon ein. So fand auch die Reihe „80 Days“ bereits viele Fans, die sich an der Lektüre einer nicht ganz alltäglichen Themenwelt laben.

VerachtungNeues von Mørck und eine aufopferungsvolle Reise

Fans des spannenden Thrillers kamen 2012 natürlich auch wieder richtig auf ihre Kosten, wobei in erster Linie ein Skandinavier zu nennen ist. Jussi Adler-Olsen schlug mit seinen bisherigen Kriminalgeschichten um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q bombastisch ein. Die vierte Story „Verachtung“ schloss daran nahtlos an und schaffte es schließlich bis ganz nach oben in die Toplisten. Zentral ist Nete Hermansen, die das einzige Verbindungsstück zwischen mehreren verschwundenen Personen darstellt. Kaum weniger erfolgreich war „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fryvon Rachel Joyce. Was anfangs irgendwie an Jonas Jonassons Bestseller aus dem Vorjahr erinnerte, konnte schnell ganz individuellen Glanz verbreiten. Der erwähnte Titelheld will eigentlich nur einen Brief an eine frühere Kollegin zu Post bringen. Unterwegs jedoch überlegt er es sich anders und macht sich auf den Weg quer durch Großbritannien, um der im Sterben Liegenden persönlich Beistand zu leisten.


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