Deutscher Buchpreis 2011 geht an Eugen Ruge

Vom Newcomer zum Preisträger – so könnte man die Geschichte des Gewinners Eugen Ruge, der gestern für sein Werk „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ausgezeichnet wurde, beschreiben. Über Monate hinweg minimierte die siebenköpfige Jury des Deutschen Buchpreis die Anzahl der Kandidaten von knapp 200 Stücken deutschsprachiger Literatur auf die Shortlist der letzten sechs Anwärter. Auf dem Frankfurter Römer wurde nun am Montag bekanntgegeben, dass Eugen Ruge für sein Werk mit dem Deutschen Buchpreis und zusätzlich 25.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet werden soll. In seiner DDR-Familiensaga gelingt es ihm laut der Jury auf beeindruckende Weise „die Erfahrungen von vier Generationen über fünfzig Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition zu bändigen“.

Zu den ganz großen Favoriten zählte Eugen Ruge zu Beginn des Jahres sicherlich nicht, aber der große Anteil an Autoren, die sich zuletzt mit dem Thema DDR auseinandersetzten, schien schon in eine bestimmte Richtung zu zielen. Umso eindrucksvoller ist die Tatsache, dass „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ das Debüt des gebürtigen Russen ist. Es sind wohl auch die eigenen Erfahrungen, die Ruge in sein Werk integriert. So beschreibt der Roman das Leben von vier Generationen einer Familie, die in die DDR zog und sich mit dem ostdeutschen Traum des Sozialismus konfrontiert sieht. Dieser beschäftigt und bestimmt das Leben der Charaktere. Wenngleich Ruge alles in einen gut konzipierten dramaturgischen Rahmen einbaut, besticht er auch des Öfteren mit komischen Attitüden, so dass sein Werk zu keiner Zeit an hohem Unterhaltungswert verliert.


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  1. […] Weitere Informationen zu dem Gewinner des Deutschen Buchpreis 2011 und allen Neuerscheinungen sowie dem neuen Ankaufservice von buecher.de finden sich im Online-Shop von buecher.de und im buecher.de-Blog. […]

    14.10.2011
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    14.10.2011
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