Der Papyrus des Cäsar – Unser Tipp

Der Papyrus des CäsarBeim Teutates, Band Nummer 36 einer der beliebtesten Comicreihen weltweit, wurde veröffentlicht. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad haben mit „Der Papyrus des Cäsar“ dem Makrokosmos um den kleinen Gallier Asterix, seinen überaus starken Kompagnon Obelix und ihre Dorfmitbewohner ein neues Kapitel hinzugefügt. Der Titel des neuen Werkes verrät dabei schon ein wenig, worum es geht. „Der Papyrus des Cäsar“ ist selbstverständlich eine Anspielung auf „De bello Gallico“, mit dem einer der bedeutendsten Römer der Geschichte selbst ein wenig Geschichtsschreibung unternahm und die sehr erfolgreiche Annektierung der gallischen Stämme beschrieb. Im Comic wurde dies um die Passage „Rückschläge im Kampf gegen die unbeugsamen Gallier in Aremorica“ erweitert. Wer mit den Unbeugsamen gemeint ist, kann sich jeder Asterix-Leser denken.

„Der Papyrus des Cäsar“ ist ein sehr aktueller Comic

Schon in der Vergangenheit gab es in den einzelnen Bänden rund um Asterix immer schon einige Seitenstränge, die auf sehr aktuelle Themen Bezug nahmen. In „Der Papyrus des Cäsar“ nun wird eine Problematik zentral, die uns in den letzten Jahren verstärkt beschäftigt hat. Es geht um einen PR-Krieg zwischen Römern und Galliern, kurzum um die Information als unschätzbare Waffe in Kriegszeiten. Neben den bereits bekannten Figuren treten zwei ganz besonders hervor: ein redegewandter Enthüllungs-Journalist namens Polemix, der ganz offensichtlich einem gewissen Herren Assange nachempfunden ist, und Syndicus, der als Cäsars Kommunikationsberater die Fäden in der Hand hält.

„Der Papyrus des Cäsar“ – Der Kampf zwischen den Galliern und Römern geht weiter

Ungefähr 365 Millionen verkaufte Comicbände zählt die Reihe bis heute. Die nun schon 56 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte wird so schnell nicht beendet sein, denn auch „Der Papyrus des Cäsar“ freut sich bereits über sagenhafte Absatzzahlen. Die erste Auflage von vier Millionen Exemplaren ist schon ausverkauft. Asterix-Comics haben sich zu einem echten Kult entwickelt. Vorab wird heiß über den Inhalt diskutiert, jeder Fan möchte den Band als Erster haben. Es ist eine hübsche Anekdote, dass in München „Der Papyrus des Cäsar“ bereits vor dem offiziellen Verkaufsdatum über die Ladentheke gehuscht ist und der glückliche Käufer das Ganze via Twitter zur Schau stellte. In „Der Papyrus des Cäsar“ wird die eingangs erwähnte Passage von Syndicus gestrichen. Über Enthüller Polemix gerät die Schriftrolle ins Dorf von Häuptling Majestix. Was dann folgt, hat sich bereits mehrfach bewährt. Asterix, Obelix und Druide Miraculix machen sich auf den Weg, um die Lüge aus der Welt zu schaffen. Unterdessen greifen die Römer das Dorf an, das ohne sein kongeniales Trio nahezu ausgeliefert ist. Dank Nachrichtennetzwerken, Mund-zu-Mund-Propaganda und auch dem oft gescholtenen Barden Troubadix kommen die drei rechtzeitig zurück und so kommt es mal wieder zur allseits geliebten heftigen Prügelei mit den Römern.


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