Der Mann sammelt Knochen

Zunächst einmal sollte klar gestellt werden, dass es sich bei „Der Knochensammler“ keinesfalls um die müde Geschichte handelt, die wir vor einigen Jahren im Fernsehen bewundern durften. Das einzige, was mich in „Der Knochenjäger“ beeindruckt hat, waren die schauspielerischen Glanzlichter Angelina Jolie und Denzel Washington, die Story hingegen wirkte auf mich ein wenig abgedroschen. Bei Matt Hiltons Werk, was gerade erst in Deutschland erschienen ist, wirkt alles authentischer und es hebt einen sprichwörtlich mehr aus dem Sessel als der Kinoepos.

knochensammlerTubal-Kain ist ein Psychopath der ganz besonderen Sorte und einer, der ernsthaft Leute umbringt, weil er sich für ihre Skelettstruktur interessiert. Unscheinbar und mit einer ordentlichen Packung Charme ausgestattet, hat der Mann, der uns als grausamster noch lebender Serienmörder der Vereinigten Staaten vorgestellt wird, den richtigen Blick für das Detail. Hat er etwas erspäht, was ihn als potenzielles Sammlungsstück interessiert, handelt er skrupellos und vor allem schnell. Auf dem Weg trifft er auf einen ihm scheinbar ebenbürtigen Konkurrenten, der im Vergleich zu ihm zwar nur ein kleiner Gangster auf der Flucht vor FBI, CIA und miesen Kriminellen ist, im Kampf ums nackte Überleben aber im richtigen Moment das Richtige zu tun weiß. John Telfer hat auch noch einen Bruder, der ihn sucht und uns als ehemaliger Elitesoldat die Story spannend zu erzählen weiß.

Mit viel Witz, aber auch jeder Menge Brutalität ausgestattet, trifft Hilton genau die richtige Balance, um „Der Knochensammler“ zu einem richtig spannenden und realen Thriller zu machen. Eine Menge Blut, viele Tote und vor allem ein echt guter Schinken, um sich mal genüsslich in den Sessel zu setzen und ein Buch zu lesen.


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