Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft – Filmtipp

Der Lieferheld - Unverhofft kommt oftDer kanadische Drehbuchautor und Regisseur Ken Scott konnte mit „Starbuck“ vor etwa zwei Jahren zahlreiche Besucher in den Kinosaal locken. Die bewegende Geschichte um einen anonymen Samenspender, dessen Elixier einer wahren Horde Menschen das Leben schenkte, schien etwas Neuartiges mit hochwertigem Unterhaltungswert. So kam es dann auch, Patrick Huard („Bon Cop, Bad Cop“) gefiel als Hauptdarsteller, der mit den Folgen einer gigantischen Sammelklage von 142 seiner insgesamt 533 Nachkommen konfrontiert wurde. Da der Regisseur trotz großem Erfolg etwas Nachholbedarf sah, kommt es Ende des Jahres 2013 mit „Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft“ nun zu einem Remake, in welchem sowohl die Darsteller als auch der Ort des Geschehens ein Stückchen mehr Hollywood offenbart.

Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft setzt auf gefühlvolle Augenblicke

Wenngleich die Rolle des David Wozniak durchaus auf den bis dahin weniger bekannten Schauspieler Huard zugeschnitten schien, setzt Vince Vaughn („All Inclusive“) das Ganze doch auf ein viel höheres Niveau. Von Beginn an nimmt man als Zuschauer den großen Hünen als charismatischen Kerl wahr, der nun langsam Verantwortung übernehmen möchte. Weder sein Vater Mikolaj, der gleichzeitig als Chef fungiert, noch seine schwangere Verlobte Emma (Cobie Smulders) halten ihn für zuverlässig. In mehrerer Hinsicht befindet sich die zentrale Figur aus „Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft“ am Scheideweg, an welchem er richtungsweisende Entscheidungen treffen muss. Als David erfährt, dass ihn nun auch noch seine Vergangenheit einholt, kann er wirklich zeigen, dass er reif genug ist. Das sorgt für viele Szenen, in denen der Zuschauer gefühlsmäßig in den Sitz gepresst wird.

Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft besticht mit Schauspielern der Extraklasse

533 Kinder sind aus seinen Spenden entstanden, 142 von ihnen ziehen nun vors New Yorker Gericht, um die Identität ihres Erzeugers in Erfahrung zu bringen. Während Davids Freundin Emma und somit auch die Darstellerin aus der beliebten Sitcom „How I Met Your Mother“ ein wenig in den Hintergrund tritt, sorgt Co-Hauptakteur Chris Pratt in der Rolle von Davids bestem Kumpel Brett für zahlreiche Glanzlichter. Schlagfertig und dennoch sehr schusselig verkörpert er nicht gerade ein besonders ausgeprägtes Talent auf juristischer Bühne. Viel wichtiger aber sind seine herzergreifenden Dialoge mit David. Dieser lernt einige seiner Kids kennen, ohne jedoch preiszugeben, wer er ist. Dabei versucht er, ihnen ein guter Vater zu sein und sie auf den richtigen Lebensweg zu bringen. Die Frage ist nur, ob es David in „Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft“ selbst schafft, festen Untergrund unter die Füßen zu bekommen.

 


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