Der kleine Prinz – Unser Filmtipp

Der kleine PrinzAntoine de Saint-Exupery ist ein herausragender Mann, weil er Kindern etwas ganz Besonderes geschenkt hat. Mit seinem Kinderbuch „Der kleine Prinz“ hat er eine Figur geschaffen, die in diversen Hörbuchversionen, einer Bühnenfassung und vielen kleinen Verfilmungen bereits Verwendung fand. Regisseur Mark Osborne („Kung Fu Panda“) hat nun auch endlich dafür gesorgt, dass die Erfolgsgeschichte um einen Kinoanimationsfilm erweitert wird, jenes Puzzleteil, das bisher noch gefehlt hat. Mit seiner innovativen Idee, den siebzig Jahre alten Kinderbuchklassiker neu aufzulegen und ein aktuelles, weil zeitloses Abenteuer zu schaffen, gelingt ihm große Unterhaltung.

Ein Mädchen entdeckt die Geschichte „Der kleine Prinz“

Ein kleines Mädchen (Stimme: Mackenzie Foy) lebt allein mit ihrer Mutter (Rachel McAdams) in einer Stadt, deren Namen unbekannt ist. Eigentlich muss sich das Mädchen auf eine wichtige Prüfung vorbereiten, doch das Interesse gilt im Moment etwas ganz anderem. Ihr Nachbar (Jeff Bridges), ein Pilot, gibt ihm nach und nach die einzelnen Seiten der Geschichte des kleinen Prinzen (Paul Rudd). Das Mädchen wird vollkommen gefangen und verliert sich folglich komplett in der Erzählung, in der es unter anderem auch um einen Asteroiden und die innige Liebe zu einer Rose geht. Obwohl sich das Mädchen zu Beginn als äußerst aufgeklärt und realitätsnah charakterisieren lässt, fängt es an, sich auch außerhalb des Studierens der jeweiligen Seiten vollkommen der Phantasie hinzugeben.

„Der kleine Prinz“ besticht mit Stop-Motion-Verfahren und Papierfiguren

Osbornes Version von „Der kleine Prinz“ hält sich trotz der großen Ausdehnung auf einen kompletten Spielfilm weitgehend an die Originalgeschichte. Gemeinsam mit den Drehbuchautoren Persichetti und Brignull hat der Regisseur eine wirklich einfühlsame Geschichte zusammengestellt. Weil diese im Stop-Motion-Verfahren animiert ist und Pappfiguren die einzelnen Charaktere darstellen, bekommt „Der kleine Prinz“ eine nostalgische Märchenatmosphäre und ist so besonders empfehlenswert für die vorweihnachtliche Zeit. Das Animationsabenteuer im Retrostil zeigt dem Zuschauer vor allem eines – es ist ein Plädoyer für innige Freundschaft und die Bereitschaft, der Fantasie auch mal ein wenig Spielraum zu lassen.

 


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