Der Horror des BND

AnschlagKöln. Ein Geistlicher wird in der Innenstadt ermordet. Unmittelbar danach sterben in Kolumbiens Hauptstadt Bogota dreizehn Amerikaner bei einem Anschlag auf einen Reisebus. Zeitgleich detonieren in Mumbai mehrere Bomben. In den insgesamt zehn Anschlägen finden zahlreiche Menschen den Tod. Besonders nach dem Massaker in Indiens Metropole geraten alle Nachrichtendienste der Welt in Aufruhr. Aus Deutschland reisen Karl Müller und seine Kollegin Svenja an den Ort des Schreckens. Vorort sollen sie ermitteln und der Ursache für die Gräueltat auf die Spur kommen. Etwas ist merkwürdig, denn zwischen den Toten befindet sich auch ein Mann, der in den Massen zielgerichtet erschossen wurde. Bei ihm finden sie eine Plastikkarte mit der Aufschrift: Im Namen Allahs.

BerndorfAuch beim Anschlag auf den amerikanischen Reisebus und dem ermordeten Geistlichen lassen sich solche Karten finden. Wer ist der Mörder, was ist sein Hintergrund und warum gelingt es keinem Geheimdienst der Welt, ihn ausfindig zu machen? Fragen über Fragen, die den neuen Roman von Jacques Berndorf in Jahrzehnten, in denen sich Anschläge in Vielzahl ereignen, sehr authentisch darstellen. „Der Meisterschüler“ ist nicht nur gut recherchiert – Berndorf sprach in Vorarbeit selbst mit dem BND – sondern brilliert auch mit hervorragenden Charakteren, wie zum Beispiel Karl Müller. Das Buch zeigt die Lücken im globalen System auf, in dem niemand sicher gehen kann, dass er oder sie nicht Opfer des nächsten Anschlages sein kann.


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