Der Baader Meinhof Komplex bei den Oscars

Der Bernd Eichinger & Uli Edel Film: „Der Baader Meinhof Komplex“ wurde als bester nicht-englischsprachiger Film für den Oscar nominiert. Dabei hat das RAF-Drama durchaus das Zeug zum Gewinner. Konkurrenten in dieser Kategorie sind Departures (Okuribito aus Japan), Die Klasse (Entre le murs aus Frankreich), Revanche (aus Österreich) und Waltz with Bashir (Vals Im Bashir aus Israel). Es wäre nach Florian Henckel von Donnersmarck für „Das Leben der Anderen“ ein Sieg in Folge und würde den Aufwärtstrend deutschsprachiger Filme verdeutlichen.

Baader Meinhof KomplexDer Film zeichnet ein Bild vom Deutschland der 70er Jahre. Im Mittelpunkt steht die Rote-Armee-Fraktion, eine Terrorvereinigung die Deutschland den Krieg erklärt. Es sind Nazikinder, die in ihrer radikalisierten Erziehung den Feind im neuen Faschismus sehen; angeführt von der nordamerikanischen Politik, dem nahen Osten und unterstützt von der heimischen Politik und Industrie. Gezeigt wird der schmale Grat zwischen politischen Engagement und Grenzübertretung. Ein solche, auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, polarisiert dann natürlich auch. Die Frage, die man sich letztlich stellen muss, ist die der Moral, die der Würde. Ob diese im Film tatsächlich beantwortet wird, soll hier nicht vorweg genommen werden. Nur soviel sei gesagt: „Ihr habt sie nie gekannt. Hört auf, sie so zu sehen, wie sie nie waren“



Wer nun denkt, dass deutsche Nominierungen und Auszeichnungen bei den Oscars eine Seltenheit sind, irrt gewaltig. Gerade im Bereich der Technik und beim Kurzfilm sind Deutsche gern gesehene Gewinner.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter