Dein Wille geschehe – egal, was Du verlangst

Viele Philosophen der globalen Geschichte sind sich einig darüber gewesen, dass der Mensch sich vom Tier abgrenzt, weil er über das Medium der Sprache verfügt. Zwar kommunizieren auch Tiere miteinander, selbstverständlich tun sie das, aber eben nicht so komplex wie wir es zu tun imstande sind. Dadurch, dass wir aus Gottes Fügung an der Nahrungskette ganz oben stehen und schon in der Heiligen Schrift geboten ist, man solle niemanden töten, haben wir noch einen weiteren Vorteil – wir dürfen unter Beachtung der Gesetze selbst bestimmen, was wir tun oder eben nicht.

Das sollte so sein, ist aber nicht in jedem Fall gegeben, wie man bei „Dein Wille geschehe“, einem ganz besonderen Psychothriller von Michael Robotham, beobachten kann. Dort ist nämlich ein Killer am Werke, der Menschen dazu bringt, Dinge zu tun, die sie von allein wohl nicht tun würden: Sie bringen sich um. Alles beginnt mit einem mysteriösen Suizid an der Clifton Bridge. Eine Frau stürzt sich nackt und mit dem Handy am Ohr in die Tiefe. Kurz darauf wird eine Freundin des Opfers gefunden, auch sie ist nackt, auch sie ist tot und auch sie hat ein Handy bei sich. Für den Psychotherapeuten O´Loughlin steht fest, dass hier jemand Menschen manipuliert und dies mit einer beängstigenden Präzision vollzieht. Gemeinsam mit Inspektor Ruiz begibt er sich auf die Spuren des Verbrechens, in das er selbst bereits viel zu tief hineingerutscht ist.


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