Das Versteck von Jo Nesbø – Unser Buchtipp

Nesbo - Das VersteckDas Jahr 2016 ist noch gar nicht so alt, und dennoch hat sich bereits einiges getan, gerade auch auf dem literarischen Markt. Die eine oder andere lesenswerte Neuerscheinung hat schon ihren Weg zu den Menschen geschafft, viele weitere werden folgen. Ein heißer Tipp für den Februar ist ohne Frage „Das Versteck“ von Jo Nesbø. Unser heutiger Buchtipp ist die Fortsetzung des ersten rasanten Teils der Thriller-Reihe „Blood on Snow“ und somit schon der zweite Band, in dem sich der Norweger mal abseits seiner Kriminalromane um Ermittler Harry Hole versucht. Dass er hervorragende Autorenhandwerkskunst mitbringt, sieht man auch auf den neuen, spannungsgeladenen 256 Seiten.

Jo Nesbø: Erst kam „Der Auftrag“, nun „Das Versteck“

Jo Nesbø machte schon im September des vergangenen Jahres von sich und seiner neuen Reihe Reden. „Der Auftrag“ überzeugte mit großem Thrillerfaktor, viel Tempo und glaubwürdigen Charakteren. Die erlebt man jetzt auch in „Das Versteck“. Dort geht es um Ulf, einen Protagonisten, der andere mit Bravour hinters Licht führen möchte. Seinen Job als Geldeintreiber für „den Fischer“ hat er mittlerweile satt, denn wirklich viele Mäuse lassen sich damit nicht einnehmen. So heckt Ulf einen Plan aus, der ihm reichlich Trubel einbringt. „Der Fischer“ ist nämlich nicht irgendein Boss, er ist der mächtigste Drogenmogul, den es weit und breit gibt. So erlebt der Leser von „Das Versteck“ nach einem Auftragskiller im ersten Band nun einen Geldeintreiber, der seinen Chef betrügen will.

„Das Versteck“ als Lebensgarantie

Ulf will seinen Boss abzocken und weil der verständlicherweise nicht ganz so zufrieden damit ist, hetzt er ihm ein gewaltiges Arsenal an Killern auf den Hals. Jo Nesbø projiziert seine Geschichte in das Oslo der Siebzigerjahre, als es auf den Straßen vor allem um den Handel mit Heroin ging. Ulf muss in einer recht unübersichtlichen Szenerie das geeignete Versteck finden, damit die Konsorten des „Fischers“ ihm nicht den Gar ausmachen. Es scheint zunächst wie der klassische Fall von Selbstüberschätzung und Größenwahn, dass der Geldeintreiber seinen Boss über den Tisch ziehen möchte. Jo Nesbø aber steckt derart viel Herzblut in seinen Akteur, dass die Sache im Verlauf gar nicht mehr so klar ist.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter