Das Meer ruft: Die Surf-Saison ist eröffnet

Pünktlich zum Saisonstart für die Surfer läuft im Kino der Film „Keep Surfing“ an. Der Film erzählt über einen der ungewöhnlichsten Surfplätze der Welt. Nicht Hawaii, L.A. oder Südafrika stehen im Fokus, sondern München. München? Surfen? Wie soll das denn gehen? Björn Richie Lob zeigt, wie sich aus der Idee einiger Individualisten, die Wellen des Eisbaches in München zu reiten, binnen weniger Jahre eine lebendige und stetig wachsende Gemeinschaft von Flusssurfern entwickelt hat. Der Film bietet großartige Bilder und erzählt nicht nur von den verschiedensten Menschen, sondern zeigt auch eine völlig unbekannte (und umso liebenswertere) Seite von München.

Auch das Heimkino bietet jede Menge Surffilme. In „Bustin’ Down the Door“ geht die Reise weit zurück, in die wilden 70er, als eine Crew von Australiern und Südafrikanern in Hawaii die Surfwelt veränderte. Sie kümmerten sich nicht um die bestehenden Regeln und zogen sich schnell den Zorn der Einheimischen zu. Aber ihr neuer Surfstil und ihr kompromissloses Wellenreiten waren die Initialzündung für die moderne Surfkultur, die mit Kommerzialisierung und dem Verlust der Unschuld einherging. „Bustin’ Down The Door“ ist ein bewegendes Zeitdokument mit hypnotischen Bildern.

Monsterthursday-Wellenlängen“ ist ein norwegischer Spielfilm, den man gesehen haben sollte, wenn man das Surfen und nordisches Kino mag. Even ist der klassische Loser. Sein Freund Tord bittet ihn, auf seine schwangere Frau aufzupassen, während er auf Geschäftsreise in Singapur ist. Eine Geschäftsreise mit Surfbrett. Und da beschließt Even, natürlich um Karen zu beeindrucken, auch surfen zu lernen. Erst recht als ihm alle sagen, dass er dafür nicht das geringste Talent hat. In Slip, dem Surfhelden aus den 80ern, findet Even den richtigen Mentor, gerade weil dieser ihn an seine eigenen Grenzen bringt. Als dann völlig überraschend Tord zurückkehrt, fahren die Gefühle endgültig (nordisch-kontrollierte) Achterbahn. Und am Horizont ballt sich die einmalige, die gewaltige Monsterwelle zusammen. Welcher der beiden ungleichen Freunde wird sie reiten?

Und wo wir schon im Norden sind: den perfekten Soundtrack fürs Surfen liefert die schwedische Band „Irene“. Die sollte man unbedingt mal gehört haben, denn es gibt wenige Bands, die so überzeugend auf dem Longboard reiten, während sie musizieren.


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