Das Labyrinth der Wörter führt in den Kinosaal

Gérard Depardieu ist ein herausragender Schauspieler, der in nahezu alle Rollen passt, was vor allem an seinem facettenreichen Handwerk liegt. Man sah ihn bereits als Graf von Monte Christo oder als Obelix in den Kinogastspielen der Gallier. Darum scheint es kaum verwunderlich, dass Regisseur Jean Becker für seinen neuen Kinofilm „Das Labyrinth der Wörter“ auf jenes französische Schauspieltalent zurückgreift, das in seinen vergangenen Rollen schon Millionen in die Kinosäle gelockt hat. Neben Depardieu, der mit Germain einen Mann der absoluten Unterschicht verkörpert, spielt Gisèle Casadesus die weibliche Hauptrolle der Margueritte.

Die Geschichte ist so ergreifend, weil sie Dinge zeigt, die jedem ein Fünkchen Gefühl entlocken können. Germain ist Analphabet, sein Leben geprägt von dem unerbittlichen Kampf mit der Vielfalt der Wörter. Dieser scheint ausweglos, bis zu jenem Tag, an dem er im Park Margueritte trifft, eine 94-Jährige, die den großen Teil ihres Lebens bereits hinter sich hat und dennoch vor Lebenslust nur so sprießt. Ihre neue Aufgabe scheint von Herzen zu kommen, entschließt sie sich doch, dem jungen Germain die Welt der Bücher zu zeigen, wodurch sich eine ganz besondere Liebesgeschichte auf einer etwas anderen Ebene herausbildet. Der Film hält sich eng an den gleichnamigen Roman von Marie-Sabine Roger und verliert so, im Gegensatz zu vielen anderen, zu keiner Zeit an Tiefe. Ab dem 06. Januar können Sie sich davon selbst überzeugen, wenn es nicht schon der Trailer für Sie tut.


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