Das Krimifestival Tag 6: Marc Raabe – Schnitt

Eine neue Woche unseres Krimifestivals bricht an und diese wird von der Thriller-Überraschung „Schnitt“ von Marc Raabe eingeleitet. Viel kann man über den 1968 geborenen Kölner an dieser Stelle noch nicht sagen. Sein Lebenslauf verrät nur Weniges. Dass er Chef einer Produktionsfirma ist, darf man wissen. Dass seine Frau Meike heißt, rothaarig ist wie eine Figur, die am Anfang seines Erstlingswerks sterben sollte, ist in einem Interview zu lesen. Meike, die Psychologin ist und ihm bei seiner Täter-Opfer-Beschreibung behilflich war, befürwortet die Verarbeitung dunkler Gedanken durch das Schreiben, wenngleich sie hin und wieder irritiert wurde von dem Ausmaß der Brutalität.

Sein bildhaftes Leben

Raabes Familienleben wird durch zwei Kinder und einen Hund komplettiert. Schon mit 15 Jahren spürte er seine große Affinität zum Film. Die Kindheitsträume aus dem elterlichen Keller wurden mit Anfang zwanzig in ein Büro ausgelagert und eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. Parallel Germanistik zu studieren, erwies sich als weniger gute Idee, da ihm das Sezieren großer Geschichten klassischer Meister nicht lag. Er plante, eine eigene Story zu schreiben, doch scheiterte er an der Ungeduld mit sich selbst. Nachdem er damit aufgehört hatte, Bücher zu lesen, begann er zu lernen, welche zu schreiben. Nach insgesamt dreieinhalb Jahren hielt er die fertige Version von „Schnitt“ in seinen Händen.

„Schnitt“

Darin erzählt er die grausame Geschichte eines Jungen, der seine Erlebnisse aus Kindheitstagen in dem Keller zurückließ, in denen er sie erfahren musste. Dreißig Jahre später, mit einem Schnitt in der Geschichte, erlebt der Leser die Wiederkehr von verstörenden Erinnerungen und des Mörders von einst. Ein Alptraum verursachendes Thriller-Vergnügen allererster Güte!


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter