Das Joshua-Profil von Sebastian Fitzek – Unser Buchtipp

Fitzek - Das Joshua ProfilDass im diesjährigen Herbst reihenweise hochinteressante Thriller den Buchmarkt um weitere lesenswerte Stücke erweitern, ist längst kein Geheimnis mehr. Ob Umberto Eco mit „Nullnummer“, Michael Tsokos mit seinem True-Crime-Thriller „Zerschunden“, Jo Nesbø mit „Der Auftrag“ oder auch Jussi Adler-Olsen mit „Takeover“ – viele Werke verhindern, dass einem bei regnerischem Wetter die Unterhaltung ausgeht. Da fügt sich auch Deutschlands wohl größter Thriller-Autor Sebastian Fitzek nahtlos ein. Mit seinem brandneuen Roman „Das Joshua-Profil“ liefert er all seinen Fans mal wieder alles andere als leichte Kost und sorgt so für spannende Abende am Kamin und unter der Kuscheldecke.

Das Joshua-Profil ist eine Geschichte über zwei Brüder

Fitzek selbst hat in vielen seiner Thriller auf das bewährte Muster gesetzt und nur einen Akteur in den Mittelpunkt gestellt. Wenngleich die Quantität an Auftritten von Max und Cosmo in „Das Joshua-Profil“ nicht auf einer Stufe zu finden ist, wirken sie in ihrer Präsenz während des gesamten Romans doch recht ebenbürtig. So versucht es Fitzek dieses Mal mit zweien. Max ist ein erfolgloser Schriftsteller. Zwar läuft es für ihn in der bürgerlichen Gesellschaft nicht ganz so rosig, dennoch aber beachtet er sämtliche Gesetze und Normen. Das ist bei seinem Bruder Cosmo etwas anders. Dieser sitzt mit verordneter Sicherheitsverwahrung in einer psychiatrischen Anstalt. Interessanterweise und obwohl der eine mit dem anderen kaum etwas gemein hat, wird Max demnächst ein abscheuliches Verbrechen begehen. Das weiß er zu Werkbeginn freilich noch nicht. Diejenigen, die nach seinem Leben trachten, aber schon.

Das Joshua-Profil – Realitätsnah, spannend und abwechslungsreich

Bei seinem letzten Thriller „Passagier 23“ erzählte Sebastian Fitzek eine brutal realitätsnahe Geschichte und gewann mit Sicherheit zahlreiche neue Leser für seine Schriften. In „Das Joshua-Profil“ bleibt er sich seiner Herangehensweise treu, denn auch hier wird wieder ein Thema untersucht und fiktiv gestaltet, das uns beschäftigt – die Prävention von Verbrechen. Dabei macht er kein Geheimnis um die eigene Sichtweise, wenngleich „Das Joshua-Profil“ dem Leser keine Meinung vorschreiben, sondern ihn lediglich zum Nachdenken anregen möchte. Dem dreifachen Vater aus Berlin ist so mal wieder ein sehr komplexes Werk gelungen, das den Leser mit viel Spannung bombardiert und viele Wendungen in sich trägt, ihn aber dennoch nicht die Übersicht verlieren lässt. Ein echter Thriller von Sebastian Fitzek eben.


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