Das Gesicht der Ehre – Alexandre Dumas

Ehre ist ein Begriff, der seit unzähligen Tagen versucht wird zu definieren. Er ließ Philosophen und Literaten jeder Strömung und jedes Jahrhunderts daran Werke kreieren, die mehr oder weniger zu globalem Ruhm führten. Eines zeigt die Geschichte deutlich: Ehre ist auch ein Begriff, der sich mit der Zeit gewandelt hat, immer mit Blick auf die Gesellschaft und die Zeit, in der die Ehre Verwendung fand. Alexandre Dumas, seinerzeit französischer Schriftsteller im für das Land nicht ganz unbedeutenden 19. Jahrhundert, hat in seinen Romanen einen Ehrbegriff konzipiert, der mich noch heute beeindruckt und der womöglich als ein Ideal im Raum steht, das es nie mehr zu erreichen gilt.

Dumas ist heute noch als einer derjenigen Autoren bekannt, die bedeutende historische Romane schrieben und sie so der Nachwelt zur Verfügung stellten. Die Geschichten im Kreise der französischen Adelswelt handeln von Lug und Trug, von Ungerechtigkeit und großem Mut. Nehmen wir als Beispiel eines seiner wichtigsten Werke, „Der Graf von Monte Christo“, welchem Gerard Depardieu vor geraumer Zeit ein Hollywoodgesicht verlieh. Der junge Dante wird zu Unrecht eingekerkert und befreit sich nach Jahren Haft aus dem Verlies. Er täuscht fortan alle und schlüpft in eine Rolle, die einzig und allein dazu dient, sich an den Peinigern zu rächen. Noch bedeutender erscheint mir „Die drei Musketiere“, ein Werk, das ich immer wieder lesen könnte. Inmitten des französischen Oberhauses schmort eine gigantische Verschwörung, vom Kardinal gesät und dank seiner zahlreichen Helfer eine große Gefahr für das Königsgeschlecht. Die im Folgenden immer wieder bewiesene Treue von Athos, Porthos, Aramis und ihrem neuen Kompagnon D´Artagnan gegenüber dem König ist für mich ein Sinnbild dessen, was man in jeder Zeit als Definition für Ehre gelten lassen sollte.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter