Das ESC-Gewinnspiel präsentiert: Aserbaidschan

Eurovision Song ContestIn Baku laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Die Straßen werden repräsentativ hergerichtet, Fahnen und Aufkleber werden mit dem Slogan „Light your fire“ für das Mega-Event eingedeckt, das Baku und ganz Aserbaidschan zu neuem und besserem Ansehen führen soll. Das bleibt jedenfalls die Hoffnung der Staatsgrößen, deren touristisches Marketing ein neues Argument ziert. Der Eurovision Song Contest lenkt die Aufmerksamkeit der ganzen Welt für einen Moment in ein Land, das lange keine Beachtung fand.

Ein Land im Umbruch

Das Land im Kaukasus am Kaspischen Meer trägt seinen Namen paradoxerweise zu unrecht. Eigentlich geht die Bezeichnung auf einen heute im Iran liegende Region zurück, die bis heute auch tatsächlich so benannt wird. Daran stört sich aber niemand. Der Aserbaidschan ist ein wahres Naturparadies: Die in weiten Teilen Europas längst vermissten Bären, Schakale, Luchse, Leoparden und selbst Hyänen sind hier noch zu finden.  Dem gegenüber steht der jahrhundertelange Raubbau durch Ölfelder dieser Umgebung. Bereits im frühen Mittelalter wurde das Öl als „griechisches Feuer“ exportiert. Das Öl des Aserbaidschans ist von besonders hoher Qualität aufgrund eines sehr geringen Schwefelanteils. Trotz dieser vermeintlichen Quelle des Reichtums leidet ein Großteil der Bevölkerung aus politischen Gründen unter Armut. Leider hat das Land, das sich als Brücke zwischen Asien und Europa versteht, ähnlich große Probleme mit der Durchsetzung demokratischer Wahlen wie sein früheres Mutterland Russland. Seit 2001 unterliegt Aserbaidschan der stetigen Kontrolle des Europarates, der besonderes Augenmerk auf einen Ausbau der Pressefreiheit und eine stärkere Verwirklichung der Menschenrechte legt. Mit dem Eurovision Song Contest erhoffen sich Skeptiker eine nachhaltige Verbesserung – besonders die rechtliche Handhabe mit Homosexualität soll neu diskutiert werden. Im Zuge des ESCs findet erstmal eine Gay Pride Parade statt, was einer kleinen Revolution gleichkommt.

Europas Euphoria?

Viel wissen wir noch nicht über das schöne Land im Osten Europas, doch wird sich das sehr wahrscheinlich in den kommenden Wochen ändern. Die Proben für die kleinen und das große Finale laufen auf Hochtouren und planmäßig. Die Favoriten werden heiß gehandelt. Besondere Beachtung findet dabei Schweden mit der Sängerin Loreen und ihrem Titel „Euphoria“. Abermals ein Beitrag, der eher auf die Show statt auf qualitative Sangeskünste setzt. Aber was gefällt, entscheidet der Zuschauer.

Das ESC-Gewinnspiel

Vorab haben alle buecher.de-Fans auf Facebook die Möglichkeit, bei der von uns initiierten Umfrage teilzunehmen, die am Ende hoffentlich richtig anzeigt, wer als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorgeht. Wer jetzt schon den richtigen Teilnehmer errät, qualifiziert sich für einen der fünf buecher.de-Gutscheine über 20 Euro. Nach dem letzten Finale werden die Auserwählten bekannt gegeben. Wir drücken allen Ratenden die Daumen und wünschen einen richtigen Riecher!

 


Ein Kommentar zu “Das ESC-Gewinnspiel präsentiert: Aserbaidschan” Eigenen verfassen
  1. […] diesem Jahr ist es sehr auffällig, dass alle internationalen Veranstaltungen (siehe auch ESC) mit Protesten aller Art einhergehen. Polen und die Ukraine waren sich offensichtlich nicht […]

    11.06.2012
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