Das Ende von Miramax – ein Nachruf mit ihren 10 besten Filmen

Als Disney Ende Januar die Schließung des Filmstudios Miramax verkündete, ging ein Raunen durch die Community der Filmfreunde. Erst im Jahr 2005 von den Weinstein Brüdern abgekauft, stand Miramax seit Jahrzehnten für hochwertiges Erzählkino. „Pulp Fiction“, „Der englische Patient“, „Shakespeare in Love“ ist ein kleiner Auszug der Filme, die ihren Erfolg und ihre Beliebtheit durch zahlreiche Oscartrophäen untermauerten. Nun aber ist Schluss. Disney schließt Miramax mit sofortiger Wirkung. Die Zukunft von sechs Filmen, darunter „Last Night“ mit Keira Knightley, steht nun in den Sternen.

Alle anderen Miramax-Produktionen haben es jedoch schon auf DVD geschafft und können so nie in Vergessenheit geraten. Die 10 besten und erinnerungswürdigsten Filme haben wir hier im Blog zusammengestellt. Es ist etwas mehr als eine Empfehlung, es ist ein Nachruf auf gute Kinounterhaltung für Zuhause. So wie wir sie seit über 3 Jahrzehnten von Miramax gewohnt waren.

Platz 10:

Heavenly Creatures

Die Geschichte um zwei Mädchen, die in ihrer Fantasie einen Mord planen, basiert auf realen Begebenheiten. Peter Jackson nahm sich der Geschichte 1994 an und schuf einen seiner besten Filme. Übrigens: Eines der Mädchen ist Anne Perry, die heute als eine der erfolgreichsten Krimiautorinnen gilt.

Platz 9:

Pulp Fiction

Das Jahr 1994 markiert sowohl für Quentin Tarantino als auch für John Travolta den Beginn einer neuen Zeitrechnung: Tarantino zementierte mit Pulp Fiction seinen Kultstatus und John Travolta reaktivierte erfolgreich seine Filmkarriere. Übrigens: Produzent und Miramax-Gründer Harvey Weinstein hatte ursprünglich Daniel Day-Lewis für die Travoltas-Rolle als Vincent Vega vorgesehen.

Platz 8:

Trainspotting

Produziert 1996 schlug Danny Boyle‘s Regiedebüt zuerst in Cannes und später im Rest der Welt ein. Schauspielstar Ewan McGregor führt eine Gruppe von Heroinabhängigen an, die im Verlauf des Films Absurdestes erleben. Übrigens: Bis heute gilt Trainspotting als der wichtigste und erfolgreichste schottische Film aller Zeiten.

Platz 7:

Flirting with Disaster – ein Unheil kommt selten allein

Ben Stiller macht sich auf eine Reise, um herauszufinden, wer seine tatsächlichen Eltern sind. Er trifft Lily Tomlin, Josh Brolin und unser Zwerchfell. Alle vertragen sich prima und am Ende bleibt die wohl schönste und herzlichste Komödie des Jahres 1996. Übrigens: Regisseur David O. Russell produzierte im Anschluss mit „Three Kings“ einen der kontroversesten Kriegsfilme.

Platz 6:

Kids

1995: Regisseur Larry Clarke nimmt sich den pubertierenden Kindern Amerikas an und hinterlässt einen schockierenden Eindruck. Was als Karriere für Chloe Sevigny startete, endete für viele ihrer Kollegen aus realen Szenekindern im Gefängnis oder schlimmer. Übrigens: Disney koproduzierte, verzichtete jedoch darauf, genannt zu werden.

Platz 5:

Bob Roberts

Tim Robbins schrieb das Drehbuch, führte Regie und übernahm die Hauptrolle in dieser Polit-Satire aus dem Jahr 1992. Übrigens: Da der Film von der Wahl eines Staatsoberhauptes handelt, ist er einer der meistgesendetsten Filme während des US-Wahlkampfes.

Platz 4:

City of God

Diese brasilianische Produktion zeigt einen ungeschönten Blick auf Rio de Janeiro und zeigt uns eine der schlimmsten und gefährlichsten Städte der Welt. Hauptakteure sind Kinder, und wie sie versuchen in den Slums zu überleben. Ein ergreifender Film aus dem Jahr 2002! Übrigens: City of God ist ein Film der komplett ohne Stars auskommt.

Platz 3:

The Crying Game

Neil Gordon führte Regie in diesem Drama aus dem Jahr 1992. Forrest Whittaker und Stephen Rea sind die Stars und ein Ende, das bis heute zu den überraschendsten der Filmgeschichte gehört. Übrigens: The Crying Game wurde für 6 Oscars nominiert.

Platz 2:

Sex, Lügen und Video

James Spader läuft in diesem Drama von Steven Soderbergh zu seiner absoluten Bestform auf. Zu Recht bekam die Geschichte um Süchte und Verlangen die Goldene Palme in Cannes im Jahr 1989. Übrigens: Der Film gilt bis heute als Grundstein für den kommerziellen Erfolg von Independent-Filmen.

Platz 1:

There will be Blood

Gut, dass Daniel Day-Lewis nicht die Rolle in Pulp Fiction bekommen hat, so konnte er sich ausgiebig auf die beste Rolle seines Lebens vorbereiten: Als Öl-Magnat Daniel Plainview. Gierig nach Macht und Reichtum verliert Plainview alle Skrupel, um am Ende doch alles zu verlieren. Regisseur Paul Thomas Anderson gilt als einer der besten Arthouse-Regisseure der Welt. Nach „Magnolia“ ist „There will be Blood“ einer der intensivsten Filmerlebnisse und ein Muss für jeden Filmfan! Übrigens: Aus dem Film stammt eines der beliebtesten Zitate, welches sich zigfach schon auf T-Shirts wiederfindet: „I drink your milkshake“.


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