Dallas Buyers Club – Unser DVD-Tipp

Dallas Buyers ClubMatthew McConaughey hatte es jahrelang nicht einfach, jene Wertschätzung in Hollywood zu erhalten, die einem Schauspieler seiner Klasse gebührt. Genau genommen gibt es nur wenige Darsteller, deren Vita sich mit derart vielen verschiedenen Rollen füllt. McConaughey zeigte sich als blonder Frauenschwarm in Filmen wie „Wedding Planner“ oder „Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?“, als skrupelloser Drachentöter in „Die Herrschaft des Feuers“ und als engagierter und durchtriebener Jurist in „Die Jury“ und „Der Mandant“. Trotz vieler Kassenschlager und einigen Streifen mit großer Tiefe, belächelte man McConaughey lange Zeit. Spätestens seit seiner preisgekrönten Darbietung in „Dallas Buyers Club“ geschieht das nicht mehr.  Der frühere Sexiest Man Alive verleiht dem heutigen DVD-Tipp eine ganz besondere Note –  er ist letztlich der Garant für den Erfolg des Films Dallas Buyers Club.

Dallas Buyers Club – Weiterleben auf illegalem Weg

Ron Woodroof (Matthew McConaughey) ist ein Lebemann, der sich für kein Striplokal, keine Droge und kein Glücksspiel zu schade ist. Der Elektriker lässt es sich gut gehen und lebt ein Leben, das nur wenige andere im Dallas des Jahres 1985 führen. Wer meint, dass sich diese Lebensweise mit einem brutalen Schicksalsschlag ändern würde, liegt jedoch falsch. Nicht einmal die Schockdiagnose HIV und dadurch nur noch 30 Tage Lebenserwartung lösen ein Umdenken in Ron aus. Stattdessen sind sie der Ausgangspunkt für das Entstehen des „Dallas Buyers Club“. Da es in den USA kein legales Medikament gibt, das Ron helfen könnte, geht er nach Mexiko und konsumiert dort einen Medikamenten-Cocktail, der ihm ein längeres Leben in Aussicht stellt, aber in den Vereinigten Staaten nicht zugelassen ist. Ron möchte auch anderen Erkrankten Zugang zu dieser Medizin ermöglichen und schmuggelt fortan Medikamente aus Mexiko in die USA. Um sich nicht strafbar zu machen, indem er die Medikamente verkaufen würde, wählt er einen halbwegs diplomatischen Umweg: Er gründet gemeinsam mit der Transsexuellen Rayon (Oscarpreisträger Jared Leto) den „Dallas Buyers Club“, der für einen Mitgliedsbeitrag von 400 Dollar den Zugang zu dem Lebenselixier ermöglicht.

Dallas Buyers Club – Toller Regisseur, tolle Darsteller und ein toller Film

Natürlich handelt Ron nicht ausschließlich aus sozialem Engagement mit den Medikamenten. Der Verdienst dient ihm als zentraler Lebensunterhalt. Überraschenderweise lebt er trotz seiner Erkrankung noch sieben weitere Jahre und verlängert auch das Leben vieler anderer Protagonisten mithilfe jener Mittel, die von der FDA verboten wurden. Regisseur Jean-Marc Vallee („Young Victoria“) setzt auf viel Authentizität und hat mit einem Minibudget von nur 5,5 Millionen US-Dollar ein echtes Meisterwerk in den Kasten gebracht. Dass das Ensemble lediglich 25 Tage am Set verbrachte, der Hauptdarsteller satte 21 Kilo für den Film abnahm und „Dallas Buyers Club“ auf einer wahren Geschichte beruht sowie drei Oscars gewinnen konnte, sind nette Randnotizen, die den Film noch sehenswerter machen.


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