Club der roten Bänder – Unser DVD-Tipp

Club der roten BänderÜber den Tod zu schreiben, ist keine leichte Sache. Über ihn zu sprechen wahrlich auch nicht und ihn zum thematischen Schwerpunkt einer ganzen Serie zu machen, ist ein gewagtes Unterfangen. Die Macher der VOX-Serie „Club der roten Bänder“, Jan Kromschröder und Gerda Müller, haben es trotzdem versucht und sie wurden dafür belohnt. Sie haben sich getraut, eine Reihe zu produzieren, die auf der katalanischen Erfolgsserie „Polseres“ beruht und den Erlebnissen des Drehbuchautors Albert Espinosa widmet. Am Mittwoch gab es dafür den wohl verdienten Deutschen Fernsehpreis für die beste Serie des Jahres. Eine Ehrung, die aufgrund der sehr feinfühligen und komplexen Herangehensweise mehr als berechtigt erscheint.

Das ist der „Club der roten Bänder“

Club der roten Bänder“ erzählt die Geschichte von sechs jungen Menschen, die aufgrund ihrer verschiedenen Krankheiten im fiktiven Albertus-Klinikum liegen und dort nach und nach zueinander finden. Zu ihnen gehört Anführer Leo (Tim Oliver Schultz) und sein Stellvertreter Jonas (Damian Hardung). Alex (Timur Bartels) als der Hübsche, Hugo (Nick Julius Schuck) ist der ruhige, aber gute Geist. Komplettiert wird das Sextett durch Toni (Ivo Kortlang), dessen Intelligenz stets zu spüren ist und Emma (Luise Befort), dem einzigen Mädchen in der Gruppe. Jeder von ihnen hat sein Bündel mit sich herumzutragen. Die Kids sind magersüchtig, liegen im Koma, haben Krebs, gebrochene Beine und Herzleiden. Doch auch sie müssen heranwachsen und so helfen sie sich nicht nur wegen der körperlichen Leiden, sondern bieten auch gegenseitigen Halt beim Erwachsenwerden.

Ein Drama, das auch positive Akzente setzt

Im „Club der roten Bänder“ kann letztlich nicht jedes Schicksal positiv ausgehen. Hugo liegt die komplette Staffel im Koma, erwacht erst in der allerletzten Folge und erzählt bis dahin aus dem Off. Alex schafft es nur bis Folge Nummer 8, überlebt dort eine Operation nicht. Dennoch entlässt die Serie einen nicht mit flauem Gefühl im Magen, denn sie sorgt für viele positive Emotionen. Der „Club der roten Bänder“ ist eine Vereinigung, in der die Protagonisten zusammenhalten und jeden, sei er noch so schlecht gelaunt, aufpeppeln. Es ist eine Serie, die für innige Freundschaft steht und genau das kommt beim Zuschauer gut an. Die ersten zehn Folgen machen Lust auf mehr und auch aufgrund des riesigen Erfolges (jede Folge hatte mehr als 2 Mio. Zuschauer), ist eine zweite Staffel sehr schnell zur beschlossenen Sache geworden. In zwei Wochen erscheint endlich die komplette erste Staffel auf DVD. Wer das Serienhighlight bisher verpasst hat, sollte jetzt einsteigen.


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