Cinderella – Unser Filmtipp

CinderellaMärchen sind ein wichtiger Bestandteil für jeden Heranwachsenden. Sie geben den Kids einen ersten, äußerst verständlichen Einblick in unsere Welt, verinnerlichen viele Kerncharakteristika der Menschen. Dank den Gebrüdern Grimm wurden die alten Erzählungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts endlich in einem Sammelband zusammengefügt. Doch nicht nur die Geschichten, die sie für die Nachwelt sicherten, besitzen einen großen Einfluss. Es sind auch die Märchen von Leuten wie Wilhelm Hauff und Hans Christian Andersen, die junge Kinder bewegen und für das Leben formen. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Neuauflagen der historischen Erzählungen. „Spieglein, Spieglein“ oder „Snow White and the Huntsman“ zeigen, wie vielfältig und modern das geschehen kann. „Cinderella“ von Kenneth Branagh ist ein weiterer Beweis.

Sie nannten sie Cinderella

Viele große Märchen beginnen mit dem Verlust eines Elternteils. Das ist auch bei der jungen Ella (Eloise Webb) so, die eigentlich ein recht glückliches Leben führt. Als ihre Mutter (Hayley Atwell) stirbt, bricht eine Welt zusammen. Wenigstens hat sie noch ihren Vater (Ben Chaplin). Da Ella ihn nach dem Tod ihrer Mutter glücklich sehen möchte, versteht sie es auch, dass er eine neue Frau in sein Leben treten lässt. Zumal diese Ella zunächst sehr nett behandelt. Erst nachdem der Vater ebenfalls stirbt, zeigt Lady Tremaine (Cate Blanchett) ihr wahres Gesicht. Gemeinsam mit ihren wenig erleuchteten Töchtern erniedrigen sie Ella (nun Lily James), wo es nur geht. Sie geben ihr den Spitznamen „Cinderella“, lassen sie die komplette Hausarbeit erledigen und verbieten ihr sämtliche Interessen.

Cinderella blüht auf

Wer das Märchen kennt, weiß natürlich, wie sich „Cinderella“ entwickelt. Da sich Regisseur Branagh („Jack Ryan: Shadow Recruit“) eng an die literarische Vorlage hält, dieses aber für das Jahr 2015 angepasst inszeniert, ergibt sich eine sehr hübsche Kinofassung. Ella lernt Kit (Richard Madden) kennen und entdeckt in ihm einen Seelenverwandten. Dass es sich bei ihm um den legitimen Thronfolger handelt, ahnt sie selbstverständlich nicht. Obwohl die Stiefmutter mit aller Macht verhindern möchte, dass die hübsche Titelheldin auf den Ball ins Schloss geht, schafft es „Cinderella“. Dies gelingt gemäß der Märchenvorlage dank magischem Zauber, der bekanntlich gegen Mitternacht abebbt. Alles in allem kennt jeder die Geschichte. Wie sie Branagh und sein Team aber neu konzipiert und mit Humor und Feingefühl versehen haben, ist schon beachtlich.

[youtube 8h1DkDD_o0w]


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben