Charlotte Link zeigt uns die Angst vor einem Beobachter

Was versetzt den Menschen in große Angst? Im Wahren sind es doch nicht die grausamen Morde, von denen jeden Tag berichtet wird, es sind nicht die Naturkatastrophen oder terroristische Anschläge. Natürlich bereiten uns auch diese Dinge einen großen Schrecken, doch die wahre Furcht befindet sich in jedem selbst.  Jeder Mensch hat seine Geheimnisse und von denen, die wirklich nur uns etwas angehen, wollen wir nichts an die Oberfläche sickern lassen. Klar, dass Beobachter oder im extremen Fall Stalker mit zur größten Bedrohung jedes Menschen werden. Sie beobachten uns und unsere Eigenarten, wissen durch genaues Hinsehen alles über uns. Charlotte Link begutachtet in ihrem neuen Thriller so einen Beobachter, schürt die Angst und führt ihn selbst in die Irre.

Der Beobachter“ verläuft ein wenig anders, als man es zunächst vermutet. Der Leser wird Zeuge eines Stalkers, der sich gerne Frauen anschaut. Er tut dies aus Bewunderung, identifiziert sich mit all ihren Besonderheiten und phantasiert sich selbst zum Teil ihres Lebens. Sein neustes Opfer ist die erfolgreiche Gillian Ward. Beruflich wie auch privat steht sie fest im Leben und so scheint sie perfekt für die suchenden Augen des Beobachters. Was er nicht weiß, seine Sinne täuschen ihn und nichts ist so wie es scheint. Nicht einmal, wenn man ganz genau hinschaut. Ganz nebenbei, als wäre es nicht wichtig, mordet in London ein Psychopath auf sadistische Art und Weise. Seine Opfer sind allesamt alleinstehende Frauen. Um beide Geschichten zu entschlüsseln, muss man definitiv ganz genau hinschauen.


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