CD-Tipp: Hugh Laurie – Let them talk

Dr. House ist schon eine eigenartige Figur, die Hollywood uns über die Flimmerkiste schickt. Eigenartig in seinem Wesen und konsequent auch eigenartig in seinen Handlungen und Gedanken. Selbst pumpt sich der Doktor mit Schmerzmitteln voll, deren Vielfalt jeden Arzneischrank sprengen würde, und trotzdem hat er schon so manchem Patienten das Leben gerettet, wohlgemerkt nicht wenigen. Wir können getrost sagen, dass die Rolle in der gleichnamigen Serie Hugh Laurie zu großem Ruhm verholfen hat. Ruhm, den er nun nutzen möchte, um auch musikalisch auf Zuspruch der Fans zu hoffen. Dass Laurie damit nicht der erste seiner Zunft ist, sollte klar sein, dennoch sollte man ihn nicht mit anderen vergleichen.

Während viele Versuche von Schauspielern am Mikrofon eher im Verborgenen hätten bleiben sollen, zeigt sich bei „Let them talk“, dass Laurie bei Weitem kein Laie auf der musikalischen Bühne ist. Eine Hommage an den Blues will das Werk sein und Features von Tom Jones und Allen Toussaint sollen die Wertschätzung ebenfalls darstellen. Laurie scheint den Blues wirklich im Blut zu haben und so dürfen wir das Projekt eines Musiker-Dr. House durchaus als gelungen bewerten. Während „Swannee River“ eher als Boogie Woogie-Nummer anzusehen sein dürfte, ist es bei „After You´ve Gone“ vor allem Mac Rebennack, der den Track zu etwas ganz Besonderem macht. Ansonsten wartet eine Scheibe mit 13 weiteren Songs, die allesamt eine perfekte musikalische Debütdarbietung des Dr. House aufbieten.


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