bücher.de Poetry Slam 2016 – Eine Zusammenfassung

Lange wurde auf diesen Abend hingearbeitet und hingefiebert. Dann, am 21. Mai 2016, war es endlich soweit – der erste bücher.de Poetry Slam in der Stadthalle Gersthofen begann. Zehn sensationelle Sprachtalente wurden im Vorfeld vom Publikum unter insgesamt 52 Bewerbern per Video-Voting ausgewählt. Hier geben wir Ihnen nun nochmal eine Zusammenfassung des grandiosen Poetry Slam-Abends.

bücher.de Poetry Slam 2016 – Die Vorbereitungen

Schon am frühen Nachmittag versammeln sich alle HelferInnen in der Stadthalle Gersthofen, um die wichtigsten Vorbereitungen für das große Event zu treffen. Das Kamerateam, der DJ Felix Kaden, Moderator Horst ThiemeTechniker Wolfgang Lübke sowie mehrere Mitarbeiter der Stadthalle und von bücher.de bauen auf, geben Instruktionen, machen Licht- und Soundchecks. Bereits hier zeigt sich die Vorfreude auf das Event beim Blick durch den großen bestuhlten Saal.

bücher.de Poetry Slam 2016 – Der Abend

Nachdem die SlammerInnen eingetroffen sind, kann der Poetry Slam starten. Das eintreffende Publikum ist bunt gemischt. Jung und Alt freuen sich auf einen wortgewaltigen Abend. Schön ist auch zu sehen, dass einige der Zuschauer zum ersten Mal bei einem Poetry Slam sind und dementsprechend gespannt auf die Darbietungen blicken.

Eingeleitet wird der Abend von Moderator Horst Thieme und Organisatorin Nicole Wöhrle. Nach der stimmungsmachenden Eröffnungsrede, kommen die Anwesenden in den Genuss des Featured Poet, Pierre Jarawan. Bekannt durch seinen Roman „Am Ende bleiben die Zedern“, trägt er einen großartigen Text zum Kauf eines Verlobungsringes vor. Anschließend startet der Wettkampf unter den zehn antretenden Slammer und Slammerinnen. Den Anfang macht Adina Wilcke mit ihrem Text über die vom Egoismus gezeichnete Welt, der die Zuschauer nachhaltig beeindruckt und viele zum Nachdenken anregt. Als zweiter Slam-Act betritt Marvin Suckut aus Konstanz die Bühne. Seine Performance startet er mit einer lustigen Anekdote über die Zugfahrt und bringt mit einem Brief an sein damals 16-jähriges Ich den Saal zum Beben. Daniel Wagner liefert als dritter Künstler mit gekonnten Wortspielen zur aktuellen politischen Entwicklung ab, und schafft es schon während seiner Darbietung, Applaus zu ernten. Als Nächster steht Piet Weber auf der Bühne und zieht mit rabenschwarzem Humor Vergleiche zwischen Germanys Next Topmodel und Krieg. Diese Gradwanderung meistert er hervorragend durch gekonnt platzierte Lachmomente. Der letzte Slammer im ersten Teil der Veranstaltung ist Christian Gottschalk. Für seinen Text zu Orten, die das Schlechte in Menschen hervorrufen, wie bspw. ein Flohmarkt, bekommt der sympathische Kölner großen Applaus.

Nach einer kurzen Pause geht der Wettkampf mit den verbleibenden fünf Slam-Künstlern weiter. Doch zunächst dürfen die Zuschauer noch eine wortgewandte Darbietung von Pierre Jarawan genießen. Gabriel Krauß übernimmt daraufhin. Der Slammer aus Ludwigsburg malt mit seinen Worten die Welt und fesselt das Publikum mit dem schönen lyrischen Inhalt. Die zweite weibliche Slammerin ist Almut Völkner, die einen sehr persönlichen Text über ein Aufeinandertreffen ihrer Angst und sich selbst vorträgt. Für die offenen Worte und die tolle Vortragsweise belohnt auch sie das Publikum mit einem donnernden Applaus. Einen sehr humorvollen Text präsentiert der Autor und Slammer Christian Ritter über einen Ausflug in den Zoo. Die Zuschauer sind begeistert und können das Lachen nicht zurückhalten. Darryl Kiermeier, der Gewinner der U20-Slam-Meisterschaft 2014, ist besonders mutig und trägt einen Text zum Thema Bienchen und Blümchen aus Sicht eines Mannes völlig offen vor. Auch hier wird der Künstler von einem lachenden Publikum begleitet. Den Abschluss macht Mattias Nemeth mit einer Auseinandersetzung des Glaubensthemas und einem moralischen Abschluss.

96_finalistenBei solchen Slam-Talenten ist eine Entscheidung für die vier Finalisten natürlich sehr schwergefallen, doch die Punktebewertung ist unerbittlich und so kommen Marvin Suckut, Daniel Wagner, Christian Ritter und Darryl Kiermeier ins Finale.

Darryl Kiermeier darf, nach Auslosung der Reihenfolge, als Erster auf die Bühne. Mein Leben – Ein Drama in drei Akten – lautet der Titel seines Slam-Textes und während seines Vortrags blickt man wieder in viele lachende Gesichter der Zuschauer. Daniel Wagner startet im Finale als zweiter Slammer mit Tyrannosaurus Text. Diesen trägt er mit vollem Körpereinsatz vor, was das Publikum völlig begeistert. Und auch Christian Ritter gelingt es mit seinen Worten zu Teenagermädchen für tosenden Applaus und großes Gelächter zu sorgen. Marvin Suckut betritt als letzter Finalist die Bühne und stellt seine Kritik an der Konsumkritik so vor, dass die Zuschauer gar nicht anders können, als ihn mit lautem Beifall zu belohnen.

Zum Schluss wird es dann noch einmal richtig spannend. Wer ist der Sieger des heutigen Abends und damit des bücher.de Poetry Slams 2016?

Es ist… MARVIN SUCKUT!!!

Ganz knapp siegt der Konstanzer vor den anderen Finalisten und darf sich über den Titel „Poetry Slam Event-Writer“, ein Reisebudget von 1.500 EUR für Events, einen Kurzauftritt bei der Eröffnungsveranstaltung (31.10.2016) der deutschsprachigen Slam-Meisterschaften in Stuttgart (02.-05.11.2016) sowie ein Künstler-Festivalbändchen und die Unterbringung für dieses Event freuen.

Wir finden, es war ein rundum gelungener Abend mit tollen Slammern und Slammerinnen, einem großartigen Moderator (Horst Thieme), einem mitreißenden Featured Poet (Pierre Jarawan), super DJ (Felix Kaden), engagierten Techniker (Wolfgang Lübke) sowie einem grandiosen Publikum und einer ausgezeichneten Jury. An dieser Stelle auch nochmals ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden und Helfer.

Hier geht´s zur Bildergalerie und den Videos!


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