Bud Spencer – Seine besten Filme

Spencer - Sie nannten ihn MückeRichtige Hau-Drauf-Typen mag man eigentlich nicht so gern. Man spricht ihnen die Fähigkeit ab, sich auch ohne Schlagkraft bemerkbar machen zu können. Nichtsdestotrotz aber gibt es einen Vertreter dieser Gruppe, den wir genau dafür lieben gelernt haben. Der Neapolitaner Carlo Pedersoli feiert am heutigen Donnerstag seinen 84. Geburtstag. Wir kennen ihn als Hauptprotagonisten in zahlreichen Westernkomödien, in denen es gewöhnlicher Weise schon mal recht derb zugeht und in denen man viele einzelne Charaktere durch das Bild fliegen sieht. Den größten Anteil daran hat er zumeist selbst, denn niemand kann es mit dem legendären Bud Spencer aufnehmen.

Wie zwei Missionare nach Rio kommen

Schon seit Beginn der 1950er dreht Mister Pedersoli Filme. Unter seinem bürgerlichen Namen wirkte er unter anderem bei „Quo Vadis?“ und „Hannibal“ mit. Der endgültige Erfolgssprung gelang ihm dann aber erst in der Mitte des folgenden Jahrzehnts. 1967 drehte er an der Seite seines langjährigen Filmpartners Terrence Hill (Mario Griotti) den Italowestern „Gott vergibt … Django nie!“. Es sollte die Geburtsstunde eines der größten Duos der Filmgeschichte werden. Bedenkt man, dass Griotti nur durch einen Zufall bzw. einen Unfall eines anderen die Rolle bekam, lässt es sich schon von Schicksal sprechen. Gemeinsam drehten die Beiden legendäre Streifen wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Zwei Missionare“ und „Vier Fäuste gegen Rio“. In allen mimte Terrence Hill den Cleveren, der sich mit flinken Wendungen mancher Faust entzog, Bud Spencer den hartgesonnenen Typ mit weichem Kern.

Auch solo eine Augenweide

Ob komisch oder ernsthaft, Bud Spencer drehte unter seinem Künstlernamen auch einige interessante Filme ohne Terrence Hill an seiner Seite. In „Sie nannten ihn Mücke“ beweist sich der ehemalige Football-Profi und spätere Fischer als durchaus talentierter Coach einer Gangstertruppe, in „Plattfuß am Nil“ als begnadeter Kommissar Manuele Rizzo. Dass es kaum einen Jungen gibt, der nicht mit Bud Spencer aufgewachsen ist, weiß die Ikone im Übrigen. Er nutzt dieses Standing für viele karikative Projekte. Anfang des Jahrtausends präsentierte er mit „Mein Leben, meine Filme“ den ersten, im letzten Jahr mit „In achtzig Jahren um die Welt“ den zweiten Teil seiner sehr unterhaltsamen Autobiografie. Er ist und bleibt einer der wenigen, die berechtigt erscheinen, ein derartiges Lebenswerk auf den Markt zu bringen.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter